Kritik am FC Bayern bringt Hoeneß auf die Palme! Matthäus berichtet von Wut-Anrufen

München - In der Vergangenheit flogen schon mehrfach Giftpfeile zwischen den Vereinsbossen des FC Bayern München und Lothar Matthäus (61). Nun plauderte der Weltfußballer von 1991 aus dem Nähkästchen und berichtete, wie sonntägliche Wut-Anrufe von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (70) ablaufen.

Lothar Matthäus (61, l.) erhält regelmäßig Wut-Anrufe von Uli Hoeneß (70).
Lothar Matthäus (61, l.) erhält regelmäßig Wut-Anrufe von Uli Hoeneß (70).  © Marc Müller/dpa, Matthias Balk/dpa (Montage)

"Wenn am Sonntagmorgen das Telefon klingelt und da anonym steht, dann kann das nur Uli sein", erzählte Matthäus laut tz im Gespräch mit Sky-Moderator Riccardo Basile (30) bei einem Fußball-Talk.

"Weil er hat ja Samstagabend das Spiel verfolgt, das ich als Experte begleitet habe. Und wenn die Bayern dann wieder 1:2 oder 1:3 bei Mainz 05 verloren haben oder sonst wo, wird es kritisch. Dann schimpft er erst mal fünf Minuten."

Wenn Hoeneß erstmal in Fahrt ist, hat es der Gesprächspartner nicht leicht. "Da komme ich nicht zu Wort, da redet nur Uli Hoeneß. Das ist unglaublich. Er schimpft und schimpft. Und wenn Uli Hoeneß die Luft ausgeht, sagst du: Uli, kann ich auch mal was dazu sagen? Dann geht es noch mal eine Minute weiter und irgendwann kommst du zum Gespräch", berichtete ehemalige Bayern-Spieler.

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"Nach 15, 20 Minuten sagt er: Komm doch mal zum Tegernsee vorbei und lass uns ein Glas Wein trinken."

Matthäus lässt sich nicht beirren: "Wenn sie schlecht spielen, kann ich sie nicht loben"

Zuletzt hatte Matthäus die Bayern-Verantwortlichen Oliver Kahn (53) und Hasan Salihamidzic (45) für den Umgang mit dem wechselwilligen Stürmer Robert Lewandowski (33) kritisiert.

Die Antwort aus dem Bayern-Lager ließ nicht lange auf sich warten. "Leider interpretiert er seine Rolle als guter Fußballexperte zuletzt immer mehr als Schlagzeilenlieferant. Er wäre gut beraten, nicht über Themen zu sprechen, für die ihm jede Innensicht fehlt", konterte Kahn anschließend in Richtung Matthäus.

Der Sky-Experte lässt sich davon jedoch eigenen Angaben zufolge nicht beirren. "Wenn sie schlecht spielen, kann ich sie nicht loben. Wenn die Transfers nicht funktionieren, kann ich nicht sagen: Toll!"

Titelfoto: Marc Müller/dpa, Matthias Balk/dpa (Montage)

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