Transfercoup für den FC Bayern: Großes deutsches Sturmtalent kommt aus Wolfsburg!

München - Der FC Bayern München II macht Nägel mit Köpfen! Der Drittligist hat auf den feststehenden Abgang von Torjäger Kwasi Okyere Wriedt (25; zu Willem II Tilburg) reagiert und Lenn Jastremski (19) vom VfL Wolfsburg verpflichtet. 

Lenn Jastremski (Zweiter von links), hier für den VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC im Einsatz, schirmt den Ball vor dem Berliner Sonny Ziemer ab.
Lenn Jastremski (Zweiter von links), hier für den VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC im Einsatz, schirmt den Ball vor dem Berliner Sonny Ziemer ab.  © imago images / regios24

Das ist ein wahrer Transfercoup für die Münchner, denn der 1,90 Meter große Sturmtank zählt zu den größten Talenten, die Deutschland auf dieser Position und in diesem Jahrgang zu bieten hat. 

Der ablösefreie Angreifer unterschrieb beim FCB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023, wie die Bayern auf ihrer Website bekannt gaben. 

Campus-Leiter Jochen Sauer sagte: "Er hat in der laufenden Saison in der U19 des VfL Wolfsburg und auch in der Nationalmannschaft sehr gute Leistungen gezeigt und wir möchten mit ihm gemeinsam in der 3. Liga die nächsten Entwicklungsschritte in den Profifußball machen."

Jastremski selbst meinte: "Die Verantwortlichen des FC Bayern haben sich von Anfang an sehr intensiv um mich bemüht und konnten mir in den Gesprächen sehr gut aufzeigen, wie sie zukünftig mit mir planen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Trainer Sebastian Hoeneß und darauf, mich in der 3. Liga beim FC Bayern München weiterentwickeln zu können", sagt Jastremski.

Doch wie sind die Münchner auf ihn aufmerksam geworden? Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen hat U23-Coach Hoeneß durch seine Zeit als Spieler bei Hertha BSC II und seine Jobs als Trainer beim FC Hertha 03 Zehlendorf (U19) und RasenBallsport Leipzig (u. a. U17) gute Kontakte in den Nordosten. 

Lenn Jastremski bietet für sein Alter ein beeindruckendes Gesamtpaket

Zum anderen demonstrierte der U19-Nationalstürmer im direkten Aufeinandertreffen seine Klasse. Am 1. September 2019 kam es zum Kracher-Duell im DFB-Pokal der A-Junioren. Wolfsburg empfing die Bayern. Innerhalb von einer Minute sorgte ein Doppelschlag von Jastremski dafür, dass die "Wölfe" nach 32. Minuten mit 2:0 vorne lagen. 

Am Ende drehten die Gäste unter anderem dank Joshua Zirkzee die Partie, die die Münchner gegen die bis dahin ungeschlagenen Hausherren am Ende mit 3:2 gewannen. 

Doch in dieser Begegnung wurde deutlich: Jastremskis Wucht im gegnerischen Strafraum, sein Torinstinkt und auch seine Zweikampfhärte prädestinieren ihn geradezu für eine Spielklasse wie die 3. Liga, in der viel über den Kampf läuft.

Durch seine Ausbildung bei Wolfsburg ist der in Salzgitter geborene Strafraumstürmer zudem auch technisch geschult. Er ist beidfüßig, kopfballstark und dadurch schwer zu verteidigen, was auch seine Quote belegt. 

Für Wolfsburgs herausragende U19 erzielte er in 46 Einsätzen 29 Tore und legte zudem noch sechs Treffer direkt auf. 

Die offizielle Bekanntgabe des Wechsels vom FC Bayern München II

Lenn Jastremski schnürte für den VfL Wolfsburg einen Doppelpack gegen den FC Bayern München

Jastremski hat beim FC Bayern II mit Zirkzee, Arp, Tillman und Dajaku große Konkurrenz

In der laufenden Saison sprechen 16 Tore und drei Vorlagen in 21 Einsätzen eine deutliche Sprache. Dabei hat auch er - typisch für sein Alter - noch Schwankungen im Spiel.

So verlor Wolfsburg beispielsweise am 23. November 2019 gegen die U19 von Dynamo Dresden überraschend mit 0:2 - in diesem Spiel blieb auch Jastremski weitgehend wirkungslos und konnte seine vielen Stärken nicht entscheidend einbringen.

Trotzdem spielt er seit November 2018 für die deutschen Jugend-Nationalmannschaften. Auf vier Spiele in der U18 folgten bislang acht Partien in der U19 (drei Tore), wo er fester Bestandteil der Mannschaft von Trainer Guido Streichsbier ist. 

Dort spielte er auch schon mit seinen zukünftigen Mannschaftskollegen Oliver Batista Meier und Leon Dajaku zusammen. Und wenn es Jastremski gelingen sollte, sich in der zweiten Mannschaft der Münchner durchzusetzen und auch im Männerbereich Fuß zu fassen, stehen ihm wirklich alle Türen offen. 

Doch leicht wird das trotz seiner Fähigkeiten nicht. Denn neben Dajaku heißen seine Konkurrenten auch noch Zirkzee, Jann-Fiete Arp und Malik Tillman ...

Titelfoto: imago images / regios24

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