Reus-Eskalation bei FC Bayern und BVB: "Endlich wieder Giftpfeile"

München - Stefan Effenberg (53) hat im Disput um die Länderspiel-Abreise von Dortmunds Marco Reus (32) den Sportvorstand des FC Bayern München, Hasan Salihamidzic (44), kritisiert.

Stefan Effenberg (53) hat im Disput um die Länderspiel-Abreise von BVB-Star Marco Reus (32) Hasan Salihamidzic (44) vom FC Bayern München kritisiert.
Stefan Effenberg (53) hat im Disput um die Länderspiel-Abreise von BVB-Star Marco Reus (32) Hasan Salihamidzic (44) vom FC Bayern München kritisiert.  © Guido Kirchner/dpa

"Damit wollte er ein Zeichen setzen wie einst Hoeneß - und daran ist grundsätzlich nichts falsch. Im Nachhinein muss man dennoch sagen: Das hätte er sich schenken können, zumal ich inhaltlich zumindest teilweise eher bei Zorc bin", schrieb der 35-malige Nationalspieler Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de.

Salihamidzic hatte kritisiert, dass Reus vorzeitig von der Nationalelf abgereist war, dann aber am vorigen Wochenende von Beginn an für die Dortmunder gespielt hatte. BVB-Manager Michael Zorc (59) hatte angefressen auf die Kritik reagiert: "Salihamidzic sollte seine Klappe halten."

Dortmund verwies dabei auf den Fall Thomas Müller (31), der noch vor dem ersten Länderspiel angeschlagen abgereist war, aber womöglich im letzten Spiel in Island wieder hätte spielen können.

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"Das wäre genauso schwachsinnig und unnötig gewesen wie ein Einsatz von Reus. Der hat nun mal eine besondere Verletzungsgeschichte hinter sich, weshalb ich absolut verstehen kann, wenn er sich in Absprache mit Dortmund und dem DFB genau wie Müller schont", schrieb Effenberg. Der 53-Jährige sieht den Streit aber grundsätzlich positiv.

Er müsse über die Wortwahl von BVB-Manager Zorc schmunzeln, fühle sich "an die Zeiten von Uli Hoeneß (69) beim FC Bayern erinnert, der immer mal wieder mit einer Aussage bewusst polarisiert hat. Nun fliegen also endlich wieder ein paar Giftpfeile zwischen Dortmund und München hin und her. Es ist doch schön, wenn es etwas zu diskutieren gibt."

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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