Neue Cuisance-Chance beim FC Bayern München? Youngster setzt auf Nagelsmann

München - Neuer Trainer, neues Glück? Nach einer wenig erfolgreichen Saison bei Olympique Marseille muss Michaël Cuisance (21) zurück zum FC Bayern München. Die Leihe des Youngsters ist ausgelaufen. Zeit für einen Neuanfang?

Michaël Cuisance (21) konnte sich beim FC Bayern München bislang nicht durchsetzen. Auch eine Leihe verlief wenig erfolgreich.
Michaël Cuisance (21) konnte sich beim FC Bayern München bislang nicht durchsetzen. Auch eine Leihe verlief wenig erfolgreich.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Nicht wenige fragten sich im Sommer des Jahres 2019, nachdem der Wechsel von Cuisance von Borussia Mönchengladbach zum Rekordmeister verkündet worden war, ob dieser Schritt für den jungen Franzosen nicht zu früh kommen würde.

Vor allem angesichts großer Probleme bei seinem damaligen Arbeitgeber, die trotz mitunter durchaus vielversprechender Leistungen besonders abseits der Spieltage auftraten und sich spürbar häuften.

Die Rolle bei den Fohlen passte demnach nicht zu den eigenen Ambitionen - die mitunter fragwürdige eigene Disziplin wiederum nicht zur Höhe dieser.

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Aus Sicht der Münchner, die acht Millionen Euro auf den Tisch legen mussten, war die Marschroute klar definiert. "Michaël soll sich bei uns entwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass wir viel Freude an ihm haben werden", hatte Hasan Salihamidzic (44) bei der Verkündung der Cuisance-Verpflichtung erklärt. Wunder erwartete in der Führungsetage niemand, eine ansprechende Entwicklung schon.

Der französische U-Nationalspieler selbst sprach von einem "großen Schritt", fühle sich allerdings bereit und sei "sehr stolz, künftig das Trikot des FC Bayern tragen zu dürfen". Seinen erwartungsvollen Worten konnte er aber kaum Taten folgen lassen.

Elfmal tat er dies für die Profis, erzielte in lediglich 328 Minuten ein Tor und bereitete einen Treffer vor. Darüber hinaus stand er in fünf Partien der 3. Liga für die zweite Truppe auf dem Rasen. Zwei Treffer waren die Ausbeute.

Michaël Cuisance kann sich auch bei Olympique Marseille nicht durchsetzen

Rückkehr nach München: Michaël Cuisance (21) will sich unter Julian Nagelsmann (33) präsentieren, hofft auf eine neue Chance beim FC Bayern München.
Rückkehr nach München: Michaël Cuisance (21) will sich unter Julian Nagelsmann (33) präsentieren, hofft auf eine neue Chance beim FC Bayern München.  © Sven Hoppe/dpa

Alles in allem waren weder die gezeigten Leistungen noch die erzielten Fortschritte ausreichend, um die Investition sowie den Vertrag über fünf Jahre, den Cuisance unterschrieben hatte, zu rechtfertigen.

Eine Leihe in die Ligue 1 sollte Abhilfe schaffen.

"Michaël wünscht sich regelmäßige Einsatzzeiten. Mit Olympique Marseille wird er auch in der Champions League spielen. Michaël wird seinen Weg gehen, die Entscheidung jetzt wird ihm und Olympique helfen", erklärte Salihamidzic den Schritt, der sich letztlich aber nicht als erhoffter Knotenöffner für den Linksfuß erweisen sollte.

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Nach einem eigentlich angemessenen Start in das Frankreich-Abenteuer kam er unter Olympique-Coach Jorge Sampaoli (61), der mit der Einstellung des Youngsters nicht zufrieden war und sich mit diesem in der Folge überwarf, kaum mehr zum Zug.

Er verbuchte in 23 Ligue-1-Einsätzen, im Zuge derer er insgesamt für 1022 Minuten auf dem Feld stand, zwei Tore und zudem eine Vorlage. Von einer festen Verpflichtung sah der südfranzösische Verein trotz einer verankerten Kaufoption letztlich ab.

Nun hofft Cuisance laut Sport1-Informationen auf einen Neustart an der Säbener Straße unter dem neuen Übungsleiter Julian Nagelsmann (33), der das Ruder von Hansi Flick (56) übernimmt. Einfach wird dies nicht. An Leon Goretzka (26) und Joshua Kimmich (26) gibt es kein Vorbeikommen und auch Marc Roca (24) dürfte im direkten Vergleich die Nase vorne haben.

Zwar wird Cuisance zum Trainingsauftakt am 5. Juli anwesend sein. Dass es für ihn in München aber noch eine weitere Chance gibt, ist eher unwahrscheinlich. Gerade in den finanziell schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie gilt der Mittelfeldspieler als Kandidat für einen Verkauf - denn somit könnte er auch von der Gehaltsliste gestrichen werden.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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