Mündliche Zusage? De Ligt will wohl zum FC Bayern wechseln!

München - Matthijs de Ligt war einmal der gefragteste Verteidiger der Welt. Jetzt ist er immer noch erst 22 - und wird beim FC Bayern gehandelt. Ein deutscher Spitzentrainer soll jedoch ebenfalls Interesse an dem Niederländer haben.

Matthijs de Ligt (22, M.) überzeugt mit seinen starken Leistungen auch im Dress der niederländischen Nationalmannschaft.
Matthijs de Ligt (22, M.) überzeugt mit seinen starken Leistungen auch im Dress der niederländischen Nationalmannschaft.  © Miguel Morenatti/AP/dpa

Wird de Ligt der neue Boss in der Verteidigung der Roten? Die Münchner sollen den niederländischen Nationalspieler von Juventus Turin Medienberichten zufolge zur kommenden Saison verpflichten wollen.

Es könnte nach dem Transfer von Stürmerstar Sadio Mané (30) vom FC Liverpool der nächste ganz große Coup des Rekordmeisters werden.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) und Trainer Julian Nagelsmann (34) sollen dem TV-Sender Sky zufolge bereits Kontakt aufgenommen haben.

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Nach Bild-Informationen soll der Abwehrspieler bei Juve seinen Wechselwunsch nach München sogar schon hinterlegt haben. Die Vereine sowie de Ligt selbst haben sich öffentlich bislang nicht geäußert.

Laut Sport1 soll de Ligt allerdings dem FC Bayern mündlich bereits zugesagt haben, seit seiner Kindheit Sympathien für den Verein hegen und deshalb einen Transfer zum Klassenprimus der Bundesliga entsprechend deutlich bevorzugen.

Wie hoch soll die Ablösesumme für Matthijs de Ligt sein?

Matthijs de Ligt (22, 2.v.r.) steht derzeit bei Juventus Turin in Italien unter Vertrag - und das auch noch bis zum Sommer 2024.
Matthijs de Ligt (22, 2.v.r.) steht derzeit bei Juventus Turin in Italien unter Vertrag - und das auch noch bis zum Sommer 2024.  © Tano Pecoraro/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Der Verteidiger war im Sommer des Jahres 2019 von Ajax Amsterdam nach Italien gewechselt. De Ligt hat in Turin noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Medienberichten zufolge besitzt er eine Ausstiegsklausel in Höhe von 120 Millionen Euro.

Eine Summe, die für den FC Bayern auch wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht infrage kommt. Alles andere würde überraschen.

Mit 80 Millionen Euro ist Abwehrspieler Lucas Hernández (26) der bisher teuerste Bayern-Einkauf der Geschichte. Sollten die Münchner nun erneut ähnlich tief für einen Verteidiger in die Tasche greifen, wäre das erstaunlich, nachdem sie gerade erst Niklas Süle (26) ablösefrei an den direkten Konkurrenten Borussia Dortmund ziehen ließen.

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In England wird indes von einem Interesse des FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel (48) berichtet. Die Londoner haben im Sommer in Antonio Rüdiger (29, Real Madrid) und Andreas Christensen (26, FC Barcelona) gleich zwei Verteidiger verloren.

Tuchels Klub hofft angeblich für rund 75 Millionen Euro auf den Zuschlag bei de Ligt. Es ist eine stattliche Summe.

FC Bayern München auf der Suche nach einem Boss für die Defensive

Matthijs de Ligt (22) hat Leader-Qualitäten.
Matthijs de Ligt (22) hat Leader-Qualitäten.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Münchner vermissen seit dem ablösefreien Abschied von David Alaba (30) im vergangenen Jahr zu Real Madrid einen Chef in der Abwehr, der auch seine Nebenleute führt. Der von RB Leipzig für 42,5 Millionen Euro verpflichtete Dayot Upamecano (23) war in seiner ersten Bayern-Saison zu unbeständig.

Hernandez, der auch als linker Außenverteidiger auflaufen kann, ist nicht der Kommandogeber in der Abwehr. Süle war es auch nicht. Dafür sieht sich Benjamin Pavard (26) - bisher rechter Verteidiger - in der Innenverteidigung klar besser aufgehoben.

De Ligt wäre eine absolute Führungsfigur!

Schon mit 18 Jahren wurde er Kapitän von Ajax und war unverzichtbarer Bestandteil der Amsterdamer Revival-Truppe, die in der Saison 2018/19 erst im Halbfinale der Champions League an Tottenham Hotspur scheiterte. Noussair Mazraoui (24), seit diesem Sommer Profi der Bayern, gehörte damals ebenso zu der fantastischen jungen Mannschaft.

Die Münchner machten damals schon direkte Bekanntschaft mit de Ligt. In der Gruppenphase kamen die noch von Niko Kovac (50) betreuten Bayern nicht über zwei Remis gegen Ajax hinaus. Was de Ligt in die Mannschaft einbringen könnte? Übersicht in der Spieleröffnung, Gelassenheit am Ball, robuste Abwehrarbeit und vor allem Führungsqualität!

Titelfoto: Tano Pecoraro/LaPresse via ZUMA Press/dpa

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