Niklas Süle beim FC Bayern vor dem Aus? Es rumort an Säbener Straße!

München - Der FC Bayern München marschiert scheinbar unaufhaltsam von einem Erfolg zum nächsten. Doch selbst beim Rekordmeister läuft nicht alles perfekt. Hinter den Kulissen rumort es, eine Baustelle ist im Fokus: die Abwehr.

Steht Niklas Süle (25) beim FC Bayern München vor dem Aus?
Steht Niklas Süle (25) beim FC Bayern München vor dem Aus?  © Matthias Balk/dpa

Die Vertragsverhandlungen mit David Alaba (28), dessen Kontrakt im kommenden Sommer ausläuft, gestalten sich äußerst schwierig. Ein Angebot war unlängst sogar medienwirksam und somit öffentlich zurückgezogen worden. Die Fronten sind verhärtet, ein Verbleib scheint aber dennoch weiter möglich.

Bei Jérôme Boateng (32) sieht dies hingegen etwas anders aus. Der Routinier soll trotz ansprechender Leistungen unter Trainer Hansi Flick (55) nach der laufenden Saison den Verein verlassen. Lucas Hernández (24) kommt zwar besser in Tritt, restlos überzeugen konnte er bislang jedoch noch nicht.

Angesichts der Entwicklungen wandert der Blick deshalb weiter zu Niklas Süle (25), der derzeit aber keinesfalls ein Hoffnungsträger, sondern vielmehr ein Sorgenfall zu sein scheint. So will die Sport Bild erfahren haben, dass der Innenverteidiger beim Triple-Sieger aktuell gar auf Bewährung aufläuft.

Beziehungsweise dies gerade eben nicht tun kann.

Die Verantwortlichen sollen mit Süle, der über ein Arbeitspapier bis zum Sommer des Jahres 2022 verfügt, alles andere als zufrieden sein. Vor allem die Fitness des gebürtigen Frankfurters stünde in diesem Zusammenhang zur Debatte, heißt es.

Beim enttäuschenden 1:1-Remis gegen den SV Werder Bremen schaffte es der Abwehrspieler nicht einmal in den Kader der Münchner. Offiziell wurde als Grund dafür Trainingsrückstand angeführt. Süle habe demnach zunächst an sich zu arbeiten.

Hinter verschlossenen Türen soll dabei ein Übergewicht Süles, der 2017 von der TSG 1899 Hoffenheim für 20 Millionen Euro an die Säbener Straße gelotst worden war, für erhebliche Verstimmungen sorgen - mit Folgen für den Rechtsfuß.

FC Bayern München: Niklas Süle fit genug für die Nationalmannschaft, aber nicht für seinen Klub

Niklas Süle (25, M.) stand für die DFB-Elf auf dem Rasen.
Niklas Süle (25, M.) stand für die DFB-Elf auf dem Rasen.  © Miguel Morenatti/AP/dpa

Die Konsequenz aus der Unzufriedenheit lautet demnach: Eine Vertragsverlängerung soll derzeit kein Thema sein, stattdessen werde überlegt, ob Süle überhaupt eine Bayern-Zukunft haben könne.

Der Nationalspieler müsse dies erstmal beweisen, könnte folglich vor dem Aus beim Meister stehen.

Es ist eine harte Linie, die aber nötig erscheint.

Auch gegen RB Salzburg in der Champions League wird Süle, der für die Nationalmannschaft zwar fit genug war, für den FC Bayern jedoch offenbar nicht, einmal mehr fehlen. Hinsichtlich der Ausfälle und damit verbundenen Sorgen in der Abwehr ist es ein klares Zeichen, auf welches sich die Bosse wohl eine entsprechende Reaktion des 25-Jährigen, der im Sommer nach einem Kreuzbandriss und einer damit einhergehenden Pause seine Rückkehr auf den grünen Rasen hatte feiern können, erhoffen.

Der Ball liegt nun beim 1,95 Meter großen Hünen.

Es gilt, die gestellten Anforderungen des Vereins vollumfänglich zu erfüllen und sich auf diese Weise in den kommenden Trainingseinheiten sowie den anstehenden Partien auf nationaler wie auch internationaler Ebene für ein zukünftiges Engagement inklusive einer Titelgarantie für die eigene Vita mit einer als Profisportler nötigen Professionalität zu empfehlen.

Ungeachtet der Situation um Süle wird sich in den kommenden Monaten hinter den Kulissen in jedem Fall einiges tun müssen. Wie das Gesicht der Abwehr in der kommenden Saison aussehen wird, vermag momentan niemand mit Sicherheit zu sagen.

Zweifel daran, dass die Chefetage der Münchner für die augenscheinlichen Probleme in der wichtigen Defensivreihe entsprechende Lösungen finden wird, wären zum jetzigen Zeitpunkt aber sicherlich verfrüht. Schließlich verfügt der FC Bayern neben der unabdingbaren Fachkompetenz durch solide Arbeit über Jahrzehnte trotz der Coronavirus-Krise ebenso über die notwendigen finanziellen Mittel wie durch die Erfolge unter Flick eine gewohnt große Strahlkraft.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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