Pfeifkonzerte, Traumtore, Sieg: Bayern-Trainer Nagelsmann erlebt in Leipzig volles Programm

Leipzig/München - Pfeifkonzerte, Traumtore, drei Punkte: Trainer Julian Nagelsmann (34) hat bei seiner Rückkehr nach Leipzig das Komplettpaket Bundesliga-Fußball genossen und mit dem FC Bayern München letztlich souverän gewonnen.

Julian Nagelsmann (34) hat mit dem FC Bayern München in der Bundesliga gegen RB Leipzig einen 4:1-Sieg feiern können.
Julian Nagelsmann (34) hat mit dem FC Bayern München in der Bundesliga gegen RB Leipzig einen 4:1-Sieg feiern können.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Durch den 4:1-Triumph an alter Wirkungsstätte bei RB Leipzig kletterten Nagelsmanns Mannschaft am Samstagabend auf Platz zwei der Tabelle. Es war der dritte Sieg im Oberhaus in Serie für die Bayern.

"Grundsätzlich war es gut. Aber wir können es natürlich noch besser machen, besser spielen", sagte Nagelsmann im Anschluss an die Partie.

"Für uns fühlt sich das super an. Nach der Länderspiel-Pause weiß man nie so genau, was man kriegt", erklärte Bayerns Thomas Müller (31), der sich über eine gelungene Generalprobe für den mit Spannung erwarteten Champions-League-Auftakt beim FC Barcelona am Dienstag (21 Uhr) freute.

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Nagelsmanns Arbeitstag in der alten Heimstätte hatte zuvor erwartet unangenehm begonnen.

Als der Ex-Trainer um 18 Uhr zum TV-Interview in unmittelbarer Nähe des Leipziger Fanblocks ging, wurde er mit einem Pfeifkonzert begrüßt. "Das kam nicht überraschend, ein Stück weit normal im Fußball, Emotionen gehören dazu", sagte der 34-Jährige, der im Sommer nach zwei Jahren in Sachsen an die Säbener Straße gewechselt war und endlich Titel gewinnen will.

Die RB-Fans waren sauer, da Nagelsmann entgegen seiner Ankündigung Kapitän Marcel Sabitzer (27) und diverse Assistenten mit nach München nahm. Dayot Upamecano (22) war vor dem Coach zum Rekordmeister gewechselt.

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Für Serge Gnabry (26) vom FC Bayern München war gegen RB Leipzig bereits frühzeitig Schluss. Der Flügelspieler musste verletzt runter.
Für Serge Gnabry (26) vom FC Bayern München war gegen RB Leipzig bereits frühzeitig Schluss. Der Flügelspieler musste verletzt runter.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Anpfiff hatte sich die Pfeiferei jedoch erledigt, taktisch lagen beide Mannschaften wie eine Schablone aufeinander. Leipzigs Coach Jesse Marsch (47) verzichtete darauf, Nagelsmann mit zwei Stürmern zu überraschen und setzte wie sein Vorgänger auf eine 4-2-3-1-Formation.

Damit gab Leipzig zunächst den Ton an, doch die Luft wurde dem mit nur einem Sieg aus drei Spielen in die Saison gestarteten Vizemeister schnell genommen, am Ende kassierte RB eine deutliche Pleite.

Trotz des wichtigen Auswärtserfolgs könnte die Stimmung beim FC Bayern wohl noch etwas besser sein. Die Auswechslungen von Robert Lewandowski (33) und Serge Gnabry (26) geben Anlass zur Sorge.

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"Lewy hatte Probleme im Adduktorenbereich, da war etwas Spannung", sagte Nagelsmann (34) nach dem Kräftemessen am Sky-Mikrofon und führte aus: "Es war eine Vorsichtsmaßnahme, eigentlich wollten wir ihn 20 Minuten länger spielen lassen."

"Bei Serge ist es irgendwas im Rücken, vielleicht ein Hexenschuss", erklärte der Münchner Übungsleiter zum Flügelspieler.

Die ersten Eindrücke könnten somit zwar schlechter sein, dennoch bleiben Restzweifel. Der FC Bayern spielt am Dienstag (21 Uhr) in Barcelona sein erstes Gruppenspiel. Weitere Gegner sind Dynamo Kiew und Benfica Lissabon.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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