Lewandowski glänzt für FC Bayern, BVB-Kapitän Reus wütet wegen Gegentor: "Klares Foulspiel"!

München - Der Ärger beim BVB war groß! Kein Wunder, hatte Borussia Dortmund bei der 2:4-Niederlage beim FC Bayern München doch eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben und kurz vor Schluss die entscheidenden zwei Gegentreffer kassiert.

BVB-Kapitän Marco Reus (31, M.) ärgerte sich über das 3:2 kurz vor Schluss. Aus seiner Sicht hatte es zuvor ein Foul im Mittelfeld gegeben.
BVB-Kapitän Marco Reus (31, M.) ärgerte sich über das 3:2 kurz vor Schluss. Aus seiner Sicht hatte es zuvor ein Foul im Mittelfeld gegeben.  © Günther Schiffmann/AFP-POOL/dpa

Vor allem Kapitän Marco Reus (31) fand nach der Partie am Sky-Mikrofon klare Worte und meinte: "Die Szene vor dem 3:2 war für mich ein ganz klares Foulspiel. Ich sage ihnen ganz ehrlich: Wenn das bei Bayern gewesen wäre, hätte er es zu 100 Prozent gepfiffen."

Der deutsche Nationalspieler verzichtete bei der Nachfrage sichtlich genervt und angefressen auf eine Begründung: "Isso. Ist so, weil es einfach so ist. Fertig, aus."

Sein Mannschaftskollege Emre Can (27) meinte hingegen: "Kann er pfeifen, muss er nicht. Der Schiedsrichter hat in der zweiten Halbzeit aber generell auf Zuruf gepfiffen. Wir haben - glaube ich - kein Foul bekommen. Das macht den Rhythmus kaputt. Man will da sein im Zweikampf und dann pfeift der Schiri für Rot. Das war heute ein bisschen zu oft, das habe ich ihm auch persönlich gesagt. Das darf dem Schiri nicht passieren. Das ist einfach nur bitter."

Dennoch ordnete der Mittelfeldkämpfer die Niederlage als verdient ein: "Es war insgesamt nicht gut genug heute. Da muss man ehrlich sein. Wir haben gut angefangen und dann haben wir irgendwie nicht mehr versucht, Fußball zu spielen. Bayern hat das gut gemacht. Sie sind eine der besten Mannschaften der Welt, aber trotzdem hätten wir versuchen müssen, mutiger zu sein. Das hat heute ein bisschen gefehlt."

FC Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski kann den ewigen Torrekord von Gerd Müller brechen

Robert Lewandowski (32) könnte sich bald in die Bundesliga-Geschichtsbücher eintragen: Er hat noch zehn Spiele Zeit für neun Tore. Dann hätte er den Torrekord von Gerd Müller (40 Treffer in der Saison 1971/72) geknackt.
Robert Lewandowski (32) könnte sich bald in die Bundesliga-Geschichtsbücher eintragen: Er hat noch zehn Spiele Zeit für neun Tore. Dann hätte er den Torrekord von Gerd Müller (40 Treffer in der Saison 1971/72) geknackt.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Bei den Bayern war die Stimmung natürlich eine ganz andere. Thomas Müller (31) hatte vor dem 3:2 kein Foul gesehen: "Ich glaube nicht, dass wir wollen, dass solche Duelle an der Mittellinie gepfiffen werden, sonst haben wir nur noch Stop and Go. Ich hätte es auch gegen uns nicht als Foul gesehen. Das könnt Ihr mir jetzt glauben oder nicht. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn alles immer gleich abgepfiffen wird."

Bayern-Coach Hansi-Flick (56) gab an: "Es ist aktuell so, dass wir in der Anfangsphase schnell bestraft werden. Ich gucke aber auf das Positive, wie die Mannschaft zurückgekommen ist. Wir haben uns geschüttelt und gezeigt, dass wir uns nichts nehmen lassen. Zum Schluss war es ein Quäntchen Glück, der Sieg war aber auch verdient."

Er konnte sich dabei vor allem auf einen Mann verlassen: Tormaschine Robert Lewandowski (32). Der polnische Weltklasse-Stürmer hat nach seinem Dreierpack gegen den BVB in 23 Einsätzen 31 Treffer erzielt und sechs weitere direkt vorbereitet.

Wettbewerbsübergreifend kommt er sogar auf 37 Buden und acht Assists in 33 Partien - eine überragende Quote, die er aber noch weiter ausbauen will. Schließlich kann Lewandowski in dieser Saison den ewigen Rekord von FCB-Bomber Gerd Müller (75) brechen, der 1971/72 40 Treffer in 34 Bundesliga-Spielen erzielte.

Dazu gab der Strafraumstürmer aber auch noch satte 17 Assists. Das wird selbst für Lewandowski schwer aufzuholen sein. Wettbewerbsübergreifend traf Müller in 48 Partien sogar 50 Mal und gab 17 Vorlagen. Für 67 Scorerpunkte müsste sich 116-fache polnische Nationalspieler (63 Tore, 23 Assists) aber gewaltig strecken.

Titelfoto: Günther Schiffmann/Sven Hoppe/AFP-POOL/dpa/-Pool/dpa

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