Dest und weitere Barcelona-Stars: Profitiert der FC Bayern von Barca-Finanzproblemen?

München - Teure Neuzugänge soll es in diesem Sommer zwar nicht mehr geben, der FC Bayern München sondiert aber natürlich dennoch den Markt. Ein finanziell angeschlagener Spitzenklub könnte dem Rekordmeister gelegen kommen.

Im zweiten Anlauf (temporär) an die Säbener Straße? Läuft Sergiño Dest (20, l.) vom FC Barcelona bald für den FC Bayern München auf?
Im zweiten Anlauf (temporär) an die Säbener Straße? Läuft Sergiño Dest (20, l.) vom FC Barcelona bald für den FC Bayern München auf?  © Christophe Ena/AP/dpa

So sollen die Münchner ein Auge auf Sergiño Dest (20) vom FC Barcelona geworfen haben. Neu ist ein Interesse am Außenverteidiger nicht. Bereits im zurückliegenden Sommer hatte sich der Youngster im Fokus der Verantwortlichen befunden. Damals spielte er noch für Ajax Amsterdam, entschied sich letztlich aber für einen Wechsel zu den Katalanen.

Für 21 Millionen Euro ging es statt an die Säbener Straße zum Klub von Superstar Lionel Messi (34), der zurzeit zwar vertragslos ist, allerdings zeitnah erneut bei Barca unterschreiben dürfte - zumindest sofern der Verein die finanziellen Anforderungen der Liga-Regularien entsprechend erfüllen kann.

Aufgrund einer Gehaltsobergrenze, welche in der spanischen Primera Division gilt, muss gespart werden, ehe Messi und etwaige Neuzugänge ihre Unterschriften unter Verträge setzen dürfen.

Rüdiger-Hammer beim FC Bayern? Rekordmeister hat es offenbar auf den Chelsea-Star abgesehen!
FC Bayern München Rüdiger-Hammer beim FC Bayern? Rekordmeister hat es offenbar auf den Chelsea-Star abgesehen!

Ein gänzlicher Abschied Dests ist im Hinblick auf die finanzielle Lage des FC Bayern sowie den Wunsch des Spielers laut SPORT allerdings kein Thema. Vielmehr könnte sich eine Leihe als eine für beide Klubs vorteilhafte Option herauskristallisieren.

Die Münchner müssten in diesem Fall nur das Gehalt des Rechtsverteidigers übernehmen, eine Ablösesumme würde entfallen. Barca könnte im Gegenzug das Salär des Akteurs, der bei Blaugrana über einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2025 verfügt, streichen - und hierdurch weitere zwangsweise notwendige Gehaltseinsparungen verbuchen.

FC Bayern München: Sergi Roberto oder Emerson Royal vom FC Barcelona ebenfalls auf FCB-Liste

Sergi Roberto (29, r.) vom FC Barcelona könnte in diesem Sommer den Weg zum FC Bayern München und somit in die Bundesliga finden.
Sergi Roberto (29, r.) vom FC Barcelona könnte in diesem Sommer den Weg zum FC Bayern München und somit in die Bundesliga finden.  © Joan Monfort/AP/dpa

Dem Bericht zufolge sollen alternativ zu Dest auch Anfragen für Sergi Roberto (29) und Emerson Royal (22), der unlängst erst von Betis Sevilla für neun Millionen Euro von den Katalanen zurückgeholt wurde, bei den Barcelona-Bossen hinterlegt worden sein. Wunschspieler soll demnach aber Dest sein.

Bei den Alternativen, bei denen ebenfalls wohl ein Leihgeschäft vorgesehen wäre, handelt es sich wie bei Dest um dynamische Rechtsverteidiger - eine Kaderposition, auf welcher der FC Bayern äußerst dringend nachbessern muss und offenbar auch will, wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie aber keine sonderlich großen Sprünge machen kann.

Der US-Amerikaner, der wettbewerbsübergreifend bislang auf 41 Einsätze für den FC Barcelona kommt und in diesen drei Tore erzielen sowie einen Treffer vorbereiten konnte, soll sich allerdings bei seinem derzeitigen Arbeitgeber weiter als Stammspieler etablieren wollen, eine Ausleihe nicht favorisieren. Ausschlaggebend muss dies aber keinesfalls sein.

Trainingsschock für Jamal Musiala beim FC Bayern! Auch Routinier übel erwischt
FC Bayern München Trainingsschock für Jamal Musiala beim FC Bayern! Auch Routinier übel erwischt

Denn letztlich dürften bei der anstehenden Entscheidung, wer den Verein (temporär) verlassen muss, vor allem die erheblichen finanziellen Zwänge der Katalanen, die von Ronald Koeman (58) trainiert werden, entscheidend sein. Ein zwangsweise herbeigeführter Umstand, von dem Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (33) und Co. profitieren könnten.

Titelfoto: Christophe Ena/AP/dpa

Mehr zum Thema FC Bayern München: