Supercup-Finale des FC Bayern gegen Sevilla: So reagieren Sky und DAZN auf Corona-Lage in Budapest

München - Der FC Bayern München trifft am Donnerstag (21 Uhr) im Supercup-Finale der UEFA auf den FC Sevilla. Die Austragung im vom Coronavirus gebeutelten Budapest ist umstritten, Sky und DAZN haben nun entsprechend reagiert.

Trainer Hansi Flick (55) und die Spieler des FC Bayern München treffen am Donnerstag in Budapest auf den FC Sevilla.
Trainer Hansi Flick (55) und die Spieler des FC Bayern München treffen am Donnerstag in Budapest auf den FC Sevilla.  © Matthias Balk/dpa

Beide schicken aus Sicherheitsgründen keine Journalisten nach Ungarn. Der Pay-TV-Sender und der kostenpflichtige Internetanbieter übertragen das Spiel am Donnerstagabend zwar weiterhin live, die Kommentatoren sitzen aber in Deutschland

Budapest ist vom Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuft worden. Bayern-Trainer Hansi Flick (55) hatte sich bereits merklich irritiert über das angesetzte Supercup-Duell geäußert.

"Sky trägt der veränderten Situation in Budapest Rechnung und wird anders als ursprünglich geplant nicht mit Personal vor Ort sein", sagte ein Sprecher und fügte darüber hinaus ebenfalls hinzu: "Im Hinblick auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter haben wir uns dazu entschieden, mit Wolff Fuss und Sebastian Hellmann komplett aus unserem Studio in Unterföhring zu berichten."

Bei DAZN hieß es: "Wir hatten die Reise geplant, haben sie aber aufgrund der Corona-Situation storniert und berichten nun aus Ismaning." Kommentator des Internetanbieters ist Jan Platte, als Moderator fungiert zudem Alexander Schlüter.

Beim UEFA Supercup handelt es sich um einen jährlich ausgetragenen Wettbewerb, bei dem der Sieger der Champions League auf den der Europa League trifft. In diesem Jahr kommt es somit zum Duell des FC Bayern (CL) gegen Sevilla (EL).

Update 8.45 Uhr: Budapest-Oberbürgermeister Gergely Karacsony für Supercup als Geisterspiel

Angesichts der Corona-Lage hat sich Budapests Oberbürgermeister Gergely Karacsony (45) gegen die Austragung des Supercup-Finales vor Publikum ausgesprochen. 

"Hätte ich die rechtlichen Möglichkeiten, das zu entscheiden, würde ich das Match hinter geschlossenen Toren stattfinden lassen", sagte der grün-liberale Politiker der oppositionellen Tageszeitung Nepzava. "Die Verantwortung liegt bei denen, die die Entscheidungsgewalt haben", fügte er mit Blick auf die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban (57) hinzu. Karacsony ist seit letztem Oktober Oberbürgermeister von Budapest. 

Zur Erinnerung: Das Spiel soll am Donnerstagabend in der Puskas-Arena über die Bühne gehen. In dem rund 67.000 Zuschauer fassenden Stadion stehen rund 30 Prozent der Plätze den Fans zur Verfügung. Das Vorhaben, an dem die UEFA und die Orban-Regierung festhalten, gilt als umstritten. Bayern hatte am Dienstag die Quarantäneregeln für zurückkehrende Fans verschärft. Die Stimmen, die erhebliche Kritik üben erstrecken sich über den Fußball hinaus.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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