FC Bayern: Sven Ulreich will Platz nicht räumen! Kampfansage an Alexander Nübel

München - Die Verpflichtung von Alexander Nübel (23) vom FC Schalke 04 hat beim FC Bayern München für Wirbel gesorgt. Der Neuzugang hat den Platz von Manuel Neuer (34) im Visier - muss sich jedoch selbst auf etwas anderes einstellen.

Sven Ulreich (31, r.) will Alexander Nübel (23, l.) beim FC Bayern München nicht ohne einen Kampf den Platz überlassen.
Sven Ulreich (31, r.) will Alexander Nübel (23, l.) beim FC Bayern München nicht ohne einen Kampf den Platz überlassen.  © Montage: Marius Becker/dpa, Soeren Stache/dpa

Neuer aus dem Kasten des amtierenden Meisters und Pokalsiegers zu verdrängen, wird für Nübel letztendlich wohl kaum möglich sein. Doch selbst den Platz hinter dem langjährigen Schlussmann der Bayern hat der 23-Jährige alles andere als sicher - zumindest sofern es nach Sven Ulreich (31) geht!

Der Berater des Ersatzkeepers vom Rekordmeister, Jürgen Schwab, hat nun jedenfalls eine deutliche Kampfansage in Richtung des neuen Widersachers abgegeben, welche die Haltung seines Klienten, der über einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 verfügt, hinsichtlich der kommenden Saison verdeutlicht.

"Der FC Bayern ist eine Leistungsgesellschaft, in der sportlich entschieden wird. Schauen wir mal, wer am Ende hinter Manuel Neuer auf der Bank sitzt", erklärte Schwab im Gespräch mit dem Fachmagazin "kicker". Ulreich hatte selbst im Januar in die gleiche Kerbe geschlagen und betont, dass er alles geben werde: "Wenn ich bleibe, werde ich alles dafür tun, um hinter Manuel die Nummer zwei zu bleiben."

Der Keeper, der im Jahr 2015 überraschenderweise vom VfB Stuttgart an die Säbener Straße gewechselt war und Neuer bei etwaigen Verletzungen seitdem zumeist durchaus überzeugend vertreten konnte, hatte damals gegenüber "Sport1" allerdings im Gegenzug nicht minder deutlich eingeschränkt, dass ein Verbleib beim FC Bayern nicht die einzige Option für ihn sei. 

"Wenn sich für mich die Möglichkeit ergibt, woanders regelmäßig zu spielen oder zumindest regelmäßiger als hier, dann würde ich wechseln und diesen Schritt machen wollen", hatte er ausgeführt und unmittelbar nachgeschoben: "Da habe ich auch Lust drauf. Ich bin auch für alles offen und kann mir auch den Schritt ins Ausland vorstellen."

FC Bayern München und Christian Früchtl beim Thema Leihe einig

Während Ulreich seinen Platz hinter Neuer nicht kampflos an Nübel abtreten will, sieht die Zukunft von Christian Früchtl (20), der bei der zweiten Mannschaft der Münchner in der 3. Liga zwar den Kasten hüten darf, bei der ersten von Trainer Hansi Flick (55) hinter Neuer sowie Ulreich allerdings letztlich chancenlos anstehen muss, derweil etwas anders aus. 

Der Youngster aus Bischofsmais, der beim FC Bayern bis zum Sommer 2022 gebunden ist, soll sich laut "kicker"-Informationen mit den Verantwortlichen über einen Wechsel auf Leihbasis im Anschluss an die derzeit wegen des Coronavirus, das die Sportwelt fest im Griff hat, unterbrochenen Saison grundlegend einig sein, um auf diese Weise Spielerfahrung auf einem höheren Niveau sammeln zu können. Angebote aus dem Ausland und dem deutschen Oberhaus sollen Früchtl vorliegen.

Der Plan ist klar: Der junge Torwart will sich beweisen und im Anschluss erheblich gestärkt an die Isar zurückkehren.

Titelfoto: Montage: Marius Becker/dpa, Soeren Stache/dpa

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