Thomas Müller: Darum macht ein Lewandowski-Verbleib auch gegen dessen Willen Sinn

München - Der Wechsel-Wirbel um Weltfußballer Robert Lewandowski (33) beschäftigt den FC Bayern München. Der Stürmer will nur noch weg, doch die Vereinsbosse pochen auf einen Verbleib des Polen, der noch bis 2023 vertraglich an den deutschen Meister gebunden ist. Teamkollege Thomas Müller (32) erklärt, warum es durchaus sinnvoll wäre, Lewandowski auch gegen dessen Willen zu halten.

Thomas Müller (33) spricht sich für den Verbleib von Robert Lewandowski (33, r.) beim FC Bayern aus.
Thomas Müller (33) spricht sich für den Verbleib von Robert Lewandowski (33, r.) beim FC Bayern aus.  © Marius Becker/dpa

"Ich würde mir wünschen, dass mein langjähriger Offensivpartner bleibt", sagte der Mittelfeldmann in einem Interview mit dem "Kicker".

Das hält der 32-Jährige trotz der öffentlich ausgefochtenen Schlammschlacht zwischen Spieler und Verein für wahrscheinlich. "Es ist Spielpause und in diesen Zeiten haben wir doch schon sehr viel erlebt, ich erinnere nur an den Wechselwunsch von Franck Ribery zu Real Madrid", gab Müller zu bedenken.

Der französische Flügelflitzer prägte von 2007 bis 2019 eine Ära in München. 2010 stand er kurz vor einem Wechsel zu den Königlichen, wie der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß (70) einmal in einem Interview verriet.

FC Bayern will Wende einleiten: Nagelsmann nimmt sich "jede Kritik zu Herzen"
FC Bayern München FC Bayern will Wende einleiten: Nagelsmann nimmt sich "jede Kritik zu Herzen"

Um den heute 39-jährigen Ausnahmespieler zu halten, luden Hoeneß und seine Frau Susi den Linksaußen und seine Gattin Wahiba Ribery zum Essen ein.

"Gegen Mitternacht hat Wahiba schließlich gesagt: 'Franck nous restons á Munich!' Wir bleiben in München", erinnerte sich Hoeneß.

Lewandowski-Berater Pini Zahavi hat Bayern-Ära bereits für beendet erklärt

Lewandowski will weg aus München. Doch bislang bleiben die Vereinsbosse hart.
Lewandowski will weg aus München. Doch bislang bleiben die Vereinsbosse hart.  © Sven Hoppe/dpa

Ob der Riss zwischen Lewandowski und dem FC Bayern noch durch ein familiäres Essen zu kitten ist, ist zumindest fraglich. Nachdem der Berater des Goalgetters, Pini Zahavi (78), bereits die Bayern-Ära für beendet erklärt hatte, legte der Spieler selbst öffentlich nach.

"Meine Geschichte mit Bayern ist vorbei! Nach allem, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann ich mir eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen", sagte der 33-Jährige vor wenigen Tagen bei der polnischen Nationalmannschaft.

Vor allem das Werben der Münchner um Erling Haaland (21) stieß dem Weltfußballer sauer auf.

Corona-Schock beim FC Bayern München: Diese beiden Stars haben sich angesteckt
FC Bayern München Corona-Schock beim FC Bayern München: Diese beiden Stars haben sich angesteckt

Die Bayern-Bosse bestehen bislang auf eine Vertragserfüllung. "Wir haben einen Vertrag mit Robert bis 2023 und so lange bleibt er auch da", stellte der FCB-Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (52) mehr als einmal klar.

Doch, macht ein Lewandowski-Verbleib auch gegen dessen Willen überhaupt Sinn? Thomas Müller ist davon überzeugt.

"Fest steht: Jeder Spieler, der am 1. September noch in München unter Vertrag ist, wird auch gut spielen wollen. Denn schlecht zu spielen macht keinem Spieler Spaß", so der 32-Jährige.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema FC Bayern München: