UEFA setzt FC Bayern Deadline für negative Corona-Tests

München - Der FC Bayern muss nach dem positiven Corona-Test von Serge Gnabry bis heute um 15 Uhr die negativen Tests derjenigen Profis vorweisen, die in der Champions-League-Partie am Mittwochabend gegen Atlético Madrid (21 Uhr/Sky) spielen sollen.

FC-Bayern-Trainer Hansi Flick (M) spricht im Abschlusstraining zur Mannschaft.
FC-Bayern-Trainer Hansi Flick (M) spricht im Abschlusstraining zur Mannschaft.  © Marco Donato/FC Bayern München/dpa

"Die Mannschaften und getesteten Personen müssen sicherstellen, dass die UEFA rechtzeitig Zugang zu den individualisierten negativen Testergebnissen erhält", schreibt die Europäische Fußball-Union (UEFA) in ihrem Corona-Protokoll vor, das für den Europapokal maßgebend ist. 

Die Ergebnisse müssen "bis spätestens sechs Stunden vor der Anstoßzeit (Ortszeit am Spieltag)" vorliegen.

Der Münchner Rekordmeister hatte am Dienstagabend den Corona-Fall des Nationalspielers Gnabry öffentlich gemacht. 

Gnabry hatte zuvor am Mannschaftstraining teilgenommen. Der FC Bayern kündigte für diesen Mittwoch an, dass alle Profis erneut getestet werden. Stehen mindestens 13 Spieler zur Verfügung (einschließlich mindestens einem Torhüter), wird das Spiel ausgetragen. Verhindert würde dies beispielsweise durch die Anordnung einer Quarantäne für die gesamte Mannschaft durch die Behörden.

Allerdings schreiben die UEFA-Regeln wie auch die der Deutschen Fußball Liga für den Bundesliga-Spielbetrieb vor, dass der Kontakt zwischen den Profis auch vor den Partien so kurz wie möglich ausfällt. "Um die Auswirkungen eines positiven Tests eines Spielers oder Mitglieds des Betreuerstabs so gering wie möglich zu halten, muss jede Mannschaft für die Mitglieder ihres Testpools ein striktes Contact-Tracing-Programm umsetzen", schreibt die UEFA vor. 

"Im Rahmen dieses Programms müssen die Kontakte zwischen Personen innerhalb der Gruppe genau festgehalten werden, so zum Beispiel die Sitzplätze bei Flug-/Busreisen, beim Essen bzw. Kontakte während der Trainings, bei der medizinischen Versorgung oder im sozialen Bereich."

Corona-Fall Gnabry: Gesundheitsreferat verweist auf Datenschutz

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry (25) vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry (25) vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.  © Sven Hoppe/dpa

Das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt äußert sich aus Datenschutzgründen nicht zum vom FC Bayern veröffentlichten Corona-Fall Serge Gnabry. 

Dies teilte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Sprecher verwies darauf, dass man sich auch zu vergleichbaren Fällen öffentlich nicht äußere und verwies auf den FC Bayern.

In der Frage, ob eventuell weitere Akteure in Quarantäne müssten, ist dem Robert-Koch-Institut zufolge generell entscheidend, ob diese als Kontaktpersonen der Kategorie I mit höherem Infektionsrisiko zum sogenannten Quellfall eingestuft werden. 

Dabei geht es unter anderem um die Enge des Kontakts und die Konzentration von Viruspartikeln.

Titelfoto: Marco Donato/FC Bayern München/dpa

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