Bayern-Vorstand Kahn übt Kritik: "Politisierung des Fußballs immer extremer"

München - Nach Einschätzung von Oliver Kahn (53) vom FC Bayern München ist der Fußball zu stark politisiert.

Oliver Kahn (53) hat eine klare Meinung.
Oliver Kahn (53) hat eine klare Meinung.  © Christian Charisius/dpa pool/dpa

"Die Politisierung des Fußballs wird im Grunde immer extremer", sagte der Vorstandvorsitzende der Roten dem TV-Sender Sky im Interview vor dem Hintergrund der Debatten bei der WM in Katar.

"Man überfordert nicht nur die Spieler, man überfordert auch den Fußball, der sicherlich vieles leisten kann", führte Kahn seine Gedanken aus.

Und weiter: "Fußball kann immer auch ein Mosaikstein sein, bestimmte Zeichen zu setzen, bestimmte Entwicklungen anzuschieben, was aber da in den letzten Wochen und Monaten passiert ist, das geht über das normale Maß hinaus, das kann Fußball nicht leisten." Es sind deutliche Worte.

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Der ehemalige Keeper bezog sich in erster Linie auf die Menschenrechts-Diskussion bei der WM. Der Weltverband FIFA hatte die "One Love"-Kapitänsbinde von Nationaltorwart Manuel Neuer (36) und sechs weiteren europäischen Mannschaftskapitänen verboten.

Die FIFA hatte sportliche Sanktionen angedroht für den Fall, dass diese mehrfarbige Binde bei Spielen doch getragen wird.

Solche Themen hätten schon im Vorfeld von den Funktionären gelöst werden müssen, kritisierte Kahn und nahm die Spieler in Schutz. Sie würden ohnehin schon "viele Zeichen" auch außerhalb des Platzes setzen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa pool/dpa

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