Wechsel fix: Jerome Boateng zieht es zu internationalem Top-Klub!

Lyon - Es hatte sich angedeutet, nun ist der Transfer in trockenen Tüchern: Jerome Boateng (32) hat sich Olympique Lyon angeschlossen.

Ex-Bayern-Star Jerome Boateng (32) spielt erstmals in seiner Karriere in der französischen Ligue 1.
Ex-Bayern-Star Jerome Boateng (32) spielt erstmals in seiner Karriere in der französischen Ligue 1.  © dpa/Matthias Balk

Das gab der französische Spitzenverein am Mittwochnachmittag bekannt. Der langjährige Weltklasse-Innenverteidiger vom FC Bayern München hat bei OL einen Zweijahresvertrag unterschrieben und soll das Abwehrzentrum mit all seiner Erfahrung verstärken.

Das ist auch notwendig, schließlich verlief der Saisonstart von Olympique mäßig. Zwar feierte man am vierten Spieltag endlich den ersten Sieg (1:0 beim FC Nantes), liegt aber mit nur fünf Punkten und 5:7 Toren auf Rang neun. Der Rückstand auf den Tabellenersten FC Paris Saint-Germain beträgt bereits satte sieben Zähler.

Ob Boateng der Mannschaft von Trainer Peter Bosz (57) nach der Länderspielpause schon direkt weiterhelfen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin war er die vergangenen zwei Monate vereinslos und muss erst wieder in seinen Rhythmus kommen. Das braucht - trotz seiner Routine und Qualität - ein wenig Zeit.

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Das wird der frühere Coach von Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen allerdings auch eingeplant haben und sie dem deutschen Weltmeister von 2014 geben. Denn wenn Boateng richtig fit ist, hat er nicht nur seinen Stammplatz sicher, sondern dürfte Führungsaufgaben übernehmen.

Zwar verfügt OL mit dem belgischen Nationalspieler Jason Denayer (26) und dem früheren Hannoveraner Marcelo (34) über zwei gestandene zentrale Abwehrleute, Boatengs Niveau haben sie allerdings nicht. Das gilt auch für Talent Sinaly Diomande (20) und Routinier Damien Da Silva (33). Der gebürtige Berliner hebt sich hier ab und könnte der Fixpunkt in der Defensive werden.

Jerome Boateng hat bei Olympique Lyon einen Zweijahresvertrag unterzeichnet

Jerome Boateng trifft in Lyon mit Xherdan Shaqiri auf einen Ex-Teamkollegen vom FC Bayern München

Jerome Boateng (32) trifft mit "Kraftwürfel" Xherdan Shaqiri (29, l.) und Trainer Peter Bosz (57) auch auf zwei alte Bekannte aus der Bundesliga.
Jerome Boateng (32) trifft mit "Kraftwürfel" Xherdan Shaqiri (29, l.) und Trainer Peter Bosz (57) auch auf zwei alte Bekannte aus der Bundesliga.  © dpa/Ozan Kose/AFP Pool/Tom Weller

Zumal er auch die Mentalität und das Sieger-Gen aus München mit nach Lyon bringt. Und zwar nicht alleine. Erst vor wenigen Tagen schnappte sich Lyon mit Xherdan Shaqiri (29) bereits einen weiteren Ex-Bayern-Profi.

Der Schweizer "Kraftwürfel" kam vom FC Liverpool und soll helfen, den abgewanderten Kapitän und Top-Scorer Memphis Depay (27, FC Barcelona) zu ersetzen, was schwer genug werden dürfte.

International müssen sich Shaqiri und Boateng in dieser Saison übrigens mit der Zweitklassigkeit anfreunden.

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Lyon spielt "nur" in der Europa League, trifft dort allerdings auf namhafte Gruppengegner. Sparta Prag, Bröndby IF und vor allem die Glasgow Rangers heißen die Kontrahenten.

Gerade auf das Duell mit dem schottischen Meister dürfte sich Boateng freuen, trifft er hier doch mit Leon Balogun (33) auf einen anderen (befreundeten) Berliner, der es weit in der großen Fußballwelt gebracht hat.

Jerome Boateng (32) und Olympique Lyon spielen in der Europa-League-Gruppenphase auch gegen die Glasgow Rangers, wo mit Leon Balogun (33, r.) ein weiterer gebürtiger Berliner und Ex-Bundesliga-Abwehrrecke aktiv ist.
Jerome Boateng (32) und Olympique Lyon spielen in der Europa-League-Gruppenphase auch gegen die Glasgow Rangers, wo mit Leon Balogun (33, r.) ein weiterer gebürtiger Berliner und Ex-Bundesliga-Abwehrrecke aktiv ist.  © DPA/Andrew Milligan/PA Wire

In der Ligue 1 wird sich Boateng mit seinem Klub in den kommenden Wochen im Ranking nach vorn arbeiten wollen. Schließlich möchte er auch in der Saison 2022/23 wieder international spielen. Im Idealfall in der Champions League. Denn das ist auch der Anspruch von Lyon.

Titelfoto: dpa/Matthias Balk

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