Wildert der BVB beim FC Bayern? Dortmund an ablösefreiem Niklas Süle dran!

Dortmund - Greift Borussia Dortmund beim FC Bayern München zu? Der BVB soll Interesse an einer Verpflichtung von Niklas Süle (26) haben, der seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bekanntlich nicht verlängert wird.

Niklas Süle (26) hat bereits 37 Länderspiele für Deutschland absolviert.
Niklas Süle (26) hat bereits 37 Länderspiele für Deutschland absolviert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das geht aus dem Sport1-Podcast "Die Dortmund Woche" mit Patrick Berger und Oliver Müller hervor. Demnach habe es bereits Gespräche zwischen den schwarz-gelben Verantwortlichen und der Spielerseite gegeben.

Schon vor sechs Jahren sei Dortmund an der Abwehrkante dran gewesen. Damals entschied sich der 37-fache deutsche Nationalverteidiger allerdings für einen Verbleib bei seinem Ausbildungsverein TSG 1899 Hoffenheim, ehe er sich im darauffolgenden Sommer dem Deutschen Rekordmeister anschloss, der 20 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch legte.

Das erneute Borussen-Begehren verwundert nicht, ist die Abwehrzentrale doch die Schwachstelle schlechthin in dieser Saison, weil (mal wieder) einige unglückliche Entscheidungen getroffen wurden.

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Leihgabe Marin Pongracic (24, VfL Wolfsburg) konnte die Erwartungen nicht erfüllen, Mats Hummels (33) ist verletzungsbedingt Leistungsschwankungen unterworfen, Dan-Axel Zagadou (22) fehlt regelmäßig und ob Manuel Akanji (26) langfristig gebunden werden kann, ist derzeit unklar.

Süle würde dem BVB da einen deutlichen Qualitätsschub verpassen. Obwohl er erst 26 Jahre alt und damit im besten Fußballer-Alter ist, hat er im Sommer bereits zehn (erfolgreiche) Jahre als Profi hinter sich. Schließlich gab er schon im Alter von 17 Jahren, acht Monaten und acht Tagen am 11. Mai 2013 bei der 1:4-Pleite der Kraichgauer gegen den Hamburger SV unter Coach Markus Gisdol (52) sein Bundesliga-Debüt.

Niklas Süle gewann mit dem FC Bayern München viele Titel

An Niklas Süle (26, r.) prallen die Gegenspieler regelmäßig ab - so wie hier RB Leipzigs Dribbelkünstler Christopher Nkunku (24).
An Niklas Süle (26, r.) prallen die Gegenspieler regelmäßig ab - so wie hier RB Leipzigs Dribbelkünstler Christopher Nkunku (24).  © Picture Point/Roger Petzsche

Da er schon früh körperlich sowie qualitativ sehr weit war, erkämpfte er sich bereits 2013/14 einen Stammplatz bei der TSG und war bis zu seinem ersten Kreuzbandriss im Dezember 2014 gesetzt.

Nach seiner Rückkehr zählte er direkt wieder zu den Leistungsträgern und entwickelte sich so gut, dass der damalige Bundestrainer Joachim Löw (61) ihn am 31. August 2016 erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft, die damals mit 2:0 gegen Finnland gewann, einsetzte. Im Sommer 2017 holten ihn dann die Bayern.

Hier war er zwar nicht immer unumstritten, stand aber ebenfalls regelmäßig auf dem Rasen - bis er sich im Oktober 2019 zum zweiten Mal das Kreuzband riss.

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Doch er arbeitete sich erneut zurück und hat nun in fünf Jahren stolze 158 Partien (sechs Tore, vier Vorlagen) für die Münchner absolviert, wurde Champions-League-Sieger 2020, viermal in Folge Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokal-Sieger, einmal FIFA-Klub-Weltmeister, einmal UEFA-Supercup-Gewinner und viermal Deutscher Superpokalsieger.

Mit dieser Gewinner-Mentalität, seiner Zweikampfhärte, Kopfballwucht, Erfahrung und seinem guten Spielaufbau wäre er für den BVB definitiv eine große Verstärkung. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Auch der FC Barcelona und der FC Chelsea sollen den ablösefreien 1,95-Meter-Hünen dem Vernehmen nach auf dem Zettel haben. Bei seiner Klasse wäre es verwunderlich, wenn da nicht noch ein paar Vereine hinzukämen...

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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