Eisele köpft Jena in den DFB-Pokal und verkündet seinen Abschied: "Zeit, das Kapitel zu beenden"

Gera - Es war ein hartes Stück Arbeit und über weite Strecken keine spielerische Glanzleistung: Am Ende stimmte jedoch das Ergebnis. Der FC Carl Zeiss Jena hat zum 13. Mal den Thüringenpokal gewonnen. Für den FCC ist es nach 2020 und 2021 der dritte Pokal-Erfolg in Serie.

Fabian Eisele erzielte das einzige Tor im Thüringepokal-Finale 2022. Es war sein letzter Treffer im Trikot des FCC.
Fabian Eisele erzielte das einzige Tor im Thüringepokal-Finale 2022. Es war sein letzter Treffer im Trikot des FCC.  © IMAGO / osnapix

Den einzigen Treffer am Samstagnachmittag erzielte Mittelstürmer Fabian Eisele per Kopf in der 74. Minute.

Damit vermieste Eisele auch dem Meuselwitzer Cheftrainer David Bergner einen würdigen Abschied. Der ehemalige CFC-Coach wird die Zipsendorfer verlassen. Nachfolger wird Heiko Weber, der bereits von 2015 bis 2020 die Männer aus dem Altenburger Land trainierte.

Meuselwitz erwischte im Duell der beiden Regionalligisten den besseren Start. Vor 4400 Zuschauern im Stadion der Freundschaft in Gera überzeugten die Zipsendorfer mit guter Abwehrarbeit und einem geradlinigen Offensivspiel.

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Jena, der Tabellenzweite der abgelaufenen Regionalliga-Nordost-Saison, tat sich dagegen schwer. Das eigene Spiel mit Ball war in Durchgang eins ideenlos und zu behäbig.

So war es auch nur folgerichtig, dass der ZFC gleich mehrere gute Möglichkeiten hatte, um in Führung zu gehen. Winterneuzugang Johann Martynets scheiterte in Minute sechs an Jenas Torhüter Lukas Sedlak. Nur drei Minuten später senkte sich ein Freistoß von Felix Müllers Schuss auf das Jenaer Tor.

Richtig viel Dusel hatten die Jenaer dann in Minute 27 als eine Flanke von Nils Miatke nur den Innenpfosten traf und danach in Sedlaks Armen landete.

Carl Zeiss Jena findet in Halbzeit zwei besser ins Spiel und bezwingt Meuselwitz nach Eiseles Kopfballtor

Der Jubel beim FCC wirkte nach dem Treffer von Eisele wie eine Erlösung.
Der Jubel beim FCC wirkte nach dem Treffer von Eisele wie eine Erlösung.  © IMAGO / osnapix

In Abschnitt Nummer zwei präsentierte sich die Mannschaft von Andreas Patz besser. Zwar fehlte weiterhin die spielerische Dominanz, dafür passte aber jetzt die Einstellung. Auch in den Zweikämpfen war der FCC nun deutlich präsenter und wacher.

Es dauerte allerdings bis zur 65. Minuten ehe Jena ein Ausrufezeichen setzen konnte. Flügelflitzer Maximilian Krauß zog einfach mal ab, dabei wurde sein Schuss noch leicht abgefälscht und klatschte an den Pfosten.

Die Patz-Truppe machte im Anschluss weiter und belohnte sich für eine Leistungssteigerung in Durchgang zwei mit dem Führungstreffer. Nach einer Ecke von Leon Bürger setzte sich Eisele am zweiten Pfosten durch und köpfte die Blau-Gelb-Weißen in Front (74.)

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Meuselwitz machte danach auf und versuchte noch zum Ausgleich zu kommen, um eine Verlängerung zu erzwingen, doch gefährliche Chancen gab es nicht mehr. Jena verpasste es zudem zwei, drei gute Kontersituationen auszuspielen.

Eisele verkündet Abschied

Nach dem Spiel verkündete Eisele dann offiziell seinen Abschied. "Das war heute ein Geschenk an die Fans. Jetzt ist es an der Zeit das Kapitel zu beenden", erklärte der 22-Tore-Mann am Mikrofon des MDR.

Durch den Pokalsieg steht Carl Zeiss in der ersten Runde des DFB-Pokals. Ausgelost werden die Partien am kommenden Sonntag (29. Mai).

Titelfoto: IMAGO / osnapix

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