Halbe Mannschaft muss gehen: Carl Zeiss Jena schmeißt die nächsten Leistungsträger raus

Jena - Die Planungen für die kommende Saison laufen beim FC Carl Zeiss Jena auf Hochtouren. Zahlreiche Spieler müssen den Verein verlassen, darunter befinden sich mehrere Leistungsträger und ein Urgestein.

Der FC Carl Zeiss Jena wird ohne seine bisherige Nummer eins Lukas Sedlak (21, l.) und Ex-Kapitän Maximilian Oesterhelweg (31, r.) in die kommende Saison gehen.
Der FC Carl Zeiss Jena wird ohne seine bisherige Nummer eins Lukas Sedlak (21, l.) und Ex-Kapitän Maximilian Oesterhelweg (31, r.) in die kommende Saison gehen.  © IMAGO/Christian Schroedter, Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der Verein in einer Mitteilung erklärte, werden Torhüter Lukas Sedlak (22) und Offensivmann Maximilian Oesterhelweg (31) den FCC nach Saisonende verlassen.

Der in Meiningen geborene Sedlak kam als Zwölfjähriger zum FCC und schaffte 2018 den Schritt zu den Profis. In der aktuellen Saison verdrängte er Tom Müller (24) als Nummer eins im Kasten. Gehen muss er trotzdem, weil man im Paradies mit seiner Einstellungen nicht zufrieden ist.

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, uns auf der Torwartposition neu aufzustellen und eine klare Nummer 1 zu verpflichten. Hierzu befinden wir uns in Gesprächen. Das haben wir heute ganz offen mit Lukas Sedlak besprochen und ihn über unsere Planungen informiert", erklärte Sportdirektor Tobias Werner (36).

Jena verpflichtet umworbenen Berliner Verteidiger
FC Carl Zeiss Jena Jena verpflichtet umworbenen Berliner Verteidiger

Laut dem ehemaligen Bundesligaprofi wird in der kommenden Saison mit Ersatztorwart Alexios Dedidis (20) geplant. Dazu soll Maximus Babke (18) aus der U19 zu den Profis hochgezogen werden.

Der erst zu Saisonbeginn verpflichtete Tom Müller soll laut einem Bericht der Bild ebenfalls gehen. Als neue Nummer eins haben die Jenaer CFC-Schlussmann Isa Dogan (22) im Auge.

Offensivmann Oesterhelweg kommt in der laufenden Saison auf 19 Scorerpunkte (7 Tore, 12 Vorlagen). Trotzdem reichten diese Zahlen nicht aus, um in Jena weitermachen zu können. Der Ex-Kapitän erhielt nämlich gar kein Angebot. "Auch das war extrem schwierig für uns. Maximilian ist ein gestandener Fußballer mit Qualitäten, ein Sportsmann, der diese Entscheidung sehr professionell aufgenommen", so Werner und fügte hinzu:

"Die Spieler, mit denen wir gern in die neue Saison gehen möchten, haben von uns entsprechende Vertragsangebote vorliegen. Alle Spieler unseres Kaders wissen nun frühzeitig, ob wir mit ihnen planen oder nicht."

Vor die Tür gesetzt und freiwillig gegangen: Droht Jena der komplette Aderlass?

Nach den bereits feststehenden Abgängen von Alexander Prokopenko (20) und Felix Drinkuth (27) sowie dem vorzeitigen Rauswurf von Matti Langer (32), steht der FCC vor einem kompletten Umbruch.

Neben den genannten Namen stehen laut Bild Verteidiger Dennis Slamar (27) und Mittelfeldspieler Kevin Wolf (26) ebenfalls vor dem Aus. Toptorjäger Fabian Eisele (27; 19 Tore) soll den Informationen nach mit Energie Cottbus einig sein. Damit verliert der FCC, stand jetzt, neun Spieler!

Die Hoffnung von Tobias Werner, einen Großteil des Kaders zu halten, zerplatzt in diesen Tagen wie eine Seifenblase.

Es werden spannende Tage und Wochen beim FCC. Ab der kommenden Spielzeit stellen sich die Thüringer mit ihrem "Zukunftskonzept" neu auf. Der Etat und die Größe des Kaders werden deutlich reduziert. Dennoch will man sportlich konkurrenzfähig bleiben.

Titelfoto: IMAGO/Christian Schroedter, Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema FC Carl Zeiss Jena: