Slip-Bilder von Jugendspielern gefordert? Schwere Vorwürfe gegen Carl Zeiss Jenas Chefcoach

Jena - Erst vor knapp einer Woche wurde Kenny Verhoene vom U19-Trainer des FC Carl Zeiss Jena zum Cheftrainer der Profis an der Seite von René Klingbeil befördert - doch nun gibt es schwere Anschuldigungen gegen den Trainer.

Kenny Verhoene ist seit neuestem Cheftrainer der Drittliga-Mannschaft des FCC.
Kenny Verhoene ist seit neuestem Cheftrainer der Drittliga-Mannschaft des FCC.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie Bild berichtet, soll dem FCC ein dreiseitiger Brief von einigen Eltern und Spielern der U19 vorliegen, in dem Verhoene schwere Vorwürfe gemacht werden. 

So soll er unter anderem die Spieler angehalten haben, Slip-Fotos per WhatsApp an ihn zu verschicken. "Bezüglich Ergebniskontrolle der Hautfaltenmessung bitte von JEDEM der gemessen wurde ein Photo in Unter- oder Sporthose vor einer weißen Wand von Vorne und von Hinten machen und mir per WhatsApp zuschicken!!! Gesicht muss nicht drauf sein! Bitte bis Samstag an mich schicken!!!", soll es in der Nachricht geheißen haben.

Zudem sollen die Spieler bei einem Trainingslager im vergangenen Jahr teilweise mit fünf oder sechs Personen auf Isomatten in der fensterlosen Umkleide übernachtet haben. Vorgeworfen wird dem Trainerteam außerdem, dass sie den Spielern eine Ernährungsumstellung vorgeschlagen haben sollen, bei der zum Frühstück acht bis zwölf Eier und 400 Gramm Mett gegessen werden müssten.

Auch sollen die Trainer die Spieler immer wieder systematisch eingeschüchtert haben. Cheftrainer Kenny Verhoene wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Wir sind total schockiert von diesen Vorwürfen und bestreiten diese vollständig", sagte er gegenüber Bild. Die Vorwürfe und auch das Timing seien allein darauf ausgerichtet, "uns als Personen zu schaden und damit eine schon seit einigen Jahren von einigen (namentlich bekannten) Personen laufende Hetzkampagne zu vollenden", führt er weiter aus.

Ein Anwalt sei bereits eingeschaltet. Die Chefetage des FC Carl Zeiss Jena kündigte indessen an, dass man sich in den kommenden Tagen in Gesprächen mit Spielern und Eltern ein umfassendes Bild von der Lage machen wolle.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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