Thüringenpokalfinale: "Für uns das leichteste Spiel der Saison"

Jena - Am Samstag treffen der FSV Martinroda und Carl Zeiss Jena im Finale des Thüringenpokals aufeinander. Die Rollen sind vor dem Spiel klar verteilt. 

Der Ball fliegt ins Tor.
Der Ball fliegt ins Tor.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Auch wenn die neue Fußballsaison wieder in vollem Gange ist, müssen sich der FSV Martinroda und Carl Zeiss Jena am Samstag noch um eine, zugegebenermaßen, schöne Altlast der vergangenen Saison kümmern.

Wegen der Corona-Pandemie konnte das Pokalfinale nicht zum eigentlich geplanten Zeitpunkt über die Bühne gehen. Nach einigen Monaten warten geht es nun um den begehrten Thüringer-Fußball-Landespokal. 

Beide Teams erlebten einen unterschiedlichen Start in Saison. Jena ist noch ungeschlagen, gewann das Pokalhalbfinale in Nordhausen mit 2:0 und trennte sich in der Liga 1:1- Unentschieden von Babelsberg. 

Oberligist Martinroda musste zum Saisonauftakt eine 0:2 Niederlage in Neugersdorf hinnehmen. 

"Das leichteste Spiel der Saison"

Im Finale werden die Männer aus dem Ilm-Kreis versuchen, den neunmaligen Champion in die Knie zu zwingen. 

Trotz der klaren Außenseiterrolle gibt sich der Oberligist kämpferisch und geht mit einer ungewöhnlichen Sichtweise ins Finale.

"Für die Mannschaft und für mich als Trainer ist es das einfachste Spiel der ganzen Saison", sagte FSV-Trainer Robert Fischer auf der Pressekonferenz am Donnerstag und schob den Druck somit zu Jena.  

FCC-Trainer Dirk Kunert will dagegen nichts von einer vermeintlichen Favoritenrolle seines Teams hören. "Vielleicht gehen wir als kleiner Favorit in die Begegnung, weil wir eine Etage höher spielen. Aber im Endspiel gibt es für mich keinen Favoriten", erklärte er. 

Klasse gegen Wille, Herz und Leidenschaft

Ob ihm diese Aussage wirklich einer abnimmt, darf zumindest ernsthaft hinterfragt werden. Denn klar ist eins: Die Jenaer sind klarer Favorit. Sie sind eine Profimannschaft und spielen gegen einen reinen Amateurverein.

Alles andere als Thüringenpokal-Titel Nummer zehn wäre eine herbe Enttäuschung für die Männer aus den Kernbergen. 

Wovor Kunert natürlich warnen möchte, ist die Tatsache, dass niemand mit einem Sieg von Martinroda rechnet. Für den Amateurklub ist es das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Ein solches Finale zu spielen, ist für Spieler Neuland.

Wie weit Wille, Herz und Leidenschaft den Oberligisten wirklich tragen kann, wird sich dann am Samstag zeigen.

Der Weg beider Mannschaften ins Finale 

FSV Martinroda:

  • 1. Runde: 4:1 gegen SG Glücksbrunn Schweina
  • 2. Runde: 7:0 gegen SG SV Grün-Weiß Gospenroda
  • Achtelfinale: 2:0 SpVgg Geratal 
  • Viertelfinale: 1:0 FSV 06 Ohratal
  • Halbfinale: Freilos (Rot-Weiß Erfurt zog seine Mannnschaft zurück)

FC Carl Zeiss Jena

  • 1. Runde: 5:0 FSV Schleiz
  • 2. Runde: 5:0 Großengottern
  • Achtelfinale: 3:1 SV Grün-Weiß Siemerode
  • Viertelfinale: 2:1 FC An der Fahner Höhe
  • Halbfinale: 2:0 gegen FSV Wacker Nordhausen

Das Spiel wird in Ausschnitten am "Tag der Amateure" in der ARD-Konferenz gezeigt. Neben dem begehrten Pokal zieht der Sieger in die erste Runde des DFB-Pokals ein und trifft am 12. September auf Bundesligist Werder Bremen. 

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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