Thüringenpokal: Zieht Carl Zeiss Jena ins Finale ein?

Jena - Am Samstag startet der FC Carl Zeiss Jena in die neue Fußball-Saison. Gegen Oberligist Wacker Nordhausen geht es um den Einzug ins Finale des Thüringenpokals.

FCC-Trainer Dirk Kunert (52, l.) und Sportdirektor Tobias Werner (35, r.).
FCC-Trainer Dirk Kunert (52, l.) und Sportdirektor Tobias Werner (35, r.).  © imago images / Bild 13

Der Ball rollt wieder! Nach dem Trainingsauftakt vor rund drei Wochen startet der FC Carl Zeiss Jena am Samstag in die neue Spielzeit. Naja fast. Erstmal müssen sich die Männer aus den Kernbergen noch um Altlasten der vergangenen Saison kümmern. 

Wegen der Corona-Pandemie konnte das Pokalhalbfinale gegen Wacker Nordhausen nicht zum eigentlich geplanten Zeitpunkt über die Bühne gehen. Halbfinale und Finale mussten nach hinten verschoben werden. Nach einigen Monaten warten geht es nun ins zwei Stunden entfernte Nordhausen. 

Für beide Seiten ein enorm wichtiges Spiel. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich - denn auch die Nordhäuser sind nicht auf Rosen gebettet und haben turbulente Monate hinter sich. 

Wegen der Insolvenz des Vereins rutschen die Harzer von der Regionalliga in die Oberliga - weil viele Spieler wie unter anderem Carsten Kammlott (30) den Verein verließen, musste sich der Club neu aufstellen.    

FCC-Trainer Kunert mahnt vor Überheblichkeit

Das Spiel im Albert-Kuntz-Sportpark wird eine Art vorgezogenes Finale sein. Im Endspiel wartet mit dem FSV Martinroda eine Mannschaft aus der Oberliga-Süd (5. Liga). 

Weil der eigentliche Gegner Rot-Weiß Erfurt Ende Januar seine Mannschaft aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb abmeldete, zogen die Männer aus dem Ilm-Kreis kampflos ins Finale ein.

Gewinnt Jena, ist der Titel so gut wie in der Tasche. Damit die Jenaer gegen Nordhausen nicht bereits an Martinroda denken, hebt Dirk Kunert (52) den mahnenden Zeigefinger. 

"Wir sollten nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Unsere volle Konzentration gilt Nordhausen", sagt Jenas Trainer. Recht hat er. Vor allem wenn man bedenkt, dass sich der FCC in der Vergangenheit oft schwer im Albert-Kuntz-Sportpark tat. In der Saison 2018/19 verlor Jena dort das Halbfinale im Pokal gegen Nordhausen. 

Jena war damals Drittligist, Nordhausen eine Liga drunter. Diesmal reist der FCC wieder als höherklassiges Team in die Hochschulstadt. Die Vorzeichen sind also nahezu identisch. Auf die Unterstützung der eigenen Fans der dreimalige DDR-Meister nicht bauen. Coronabedingt sind Gästefans nicht zugelassen. 

Anstoß der Partie ist am Samstag um 14 Uhr. Der MDR überträgt das Spiel im Livestream.

Titelfoto: imago images / Bild 13

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