Altglienicke zerlegt Jena dank Dreierpacker Meyer und Traumtorschütze Skoda!

Altglienicke -  Da ging nichts! Der FC Carl Zeiss Jena hatte beim Regionalliga-Auswärtsspiel bei der VSG Altglienicke keine Chance und verlor hochverdient mit 2:5 (1:4).

Rene Lange (31, l.) überreicht Dennis Slamar (26, M.) die Kapitänsbinde. (Archiv)
Rene Lange (31, l.) überreicht Dennis Slamar (26, M.) die Kapitänsbinde. (Archiv)  © Picture Point / Gabor Krieg

Linus Meyer (10. Minute/22./42.), Christian Skoda (27.) und Tolcay Cigerci (58.) trafen für Altglienicke vor 500 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Jena-Urgestein Rene Eckardt besorgte das zwischenzeitliche 1:3-Anschlusstor für den FCC (36.). Thomas Steinherr (60.) erzielte den letzten Treffer der Partie.

Carl-Zeiss-Coach Dirk Kunert musste beim letzten Regionalliga-Spiel vor dem Teil-Lockdown auf den rotgesperrten Theodor Bergmann verzichten. Matti Langer - hinter dem bis zuletzt ein Fragezeichen stand - schaffte es ebenfalls nicht im Kader der Thüringer.

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FC Carl Zeiss Jena Neubau vom Ernst-Abbe-Sportfeld 2.0 hat offiziell begonnen!

Insgesamt gab es gegenüber der knappen 1:2 Niederlage gegen den FC Energie Cottbus unter Woche drei Veränderungen in der Startelf des FCC.

Neben Bergmann (Rotsperre) und Langer (Zehprellung) rückte außerdem noch Wolf aus der Anfangsformation. Steinherr, Stauffer und Schau ersetzten sie.

Karsten Heine nahm einen Wechsel in der VSG-Startformation gegenüber der 0:2 Niederlage beim Berliner AK am vergangenen Mittwoch vor. Meyer ersetzte Czyborra. 

Startelf des FC Carl Zeiss Jena

Dreifacher Linus Meyer zerlegt den FC Carl Zeiss Jena in Halbzeit eins, Christian Skoda erzielt Traumtor

Altglienicke präsentierte sich von Beginn an als die reifere, kompaktere Mannschaft und nutze die Schwachstellen des FCC gnadenlos aus. 

Nach zehn Minuten stand es bereits 1:0. Pütt bekam auf der linken Seite den Ball und neben dem Spielgerät auch sehr viel Platz, seine flache Hereingabe drückte Meyer anschließend unbedrängt über die Linie.

Von Jena kam auch nach dem frühen Gegentreffer sehr wenig. Der FCC fand kein Rezept gegen die hochstehenden Berliner, leistete sich viele Fehler im eigenen Passspiel und musste dann den nächsten Nackenschlag hinnehmen.

Breitkreuz wich auf die linke Seite aus und brachte den Ball in die Mitte, dort stand dann wieder Meyer der das Leder zum 2:0 einschob (22.). 

Der Köpenicker waren im Gegensatz zu den Thüringern gierig auf die Kugel und präsentierten sich handlungsschneller. Das beste Beispiel war das 3:0 - Jena verlor das Spielgerät in der Hälfte von Altglienicke. Skoda kam an das Leder, schaute einmal schnell und schoss es aus 50 Metern aus der eigenen Hälfte in den Kasten - ein echtes Traumtor (27.)!

Es dauerte lange, bis der FCC anfing sich zu wehren. Nach einer Ecke von Rene Lange hielt Eckardt seinen rechten Fuß hin und schob zum 1:3 ein (36.)

Jena war danach besser im Spiel und es keimte wieder Hoffnung auf. Doch mitten in die beste Phase von Kunerts Team kam die kalte Dusche . Wieder wurde Pütt auf links geschickt, der legte dann wieder flach rein und Meyer machte seinen Dreierpack perfekt - 4:1 (42.).

Linus Meyer glänzt als Vorbereiter

Nach der Pause kam die VSG gleich wieder auf. Meyer erkämpfte sich die Kugel an der rechten Torauslinie von Lange und spielte flach in den Strafraum. Cigerci startete rein und schob mit seinem rechten Fuß ins linke untere Toreck ein - 5:1 (58.). 

Jena reagierte postwendend und verkürzte auf 5:2 (60.) Nach einer Hereingabe von rechts spritzte Steinherr in den Ball und drückte das Leder über die Linie.

Die Männer von den Kernbergen hatten dann auch die nächsten Möglichkeit. Eine feine Flanke von Steinherr fand allerdings keinen Abnehmer. Im Gegenzug marschierte wieder Altglienicke. Lange griff zum taktischen Foul und sah Gelb (64.).

Der Verteidiger wird damit im nächsten Spiel - sobald der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird - fehlen. 

Im Anschluss erspielte sich Jena weitere Torchancen, die sie allerdings nicht nutzen konnten. So gewann Altglienicke letztlich hochverdient mit 5:2.

Die Berliner bleiben nach dem souveränen Sieg auf Platz zwei. Jena rangiert weiterhin auf Rang vier.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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