Wird Carl Zeiss Jena zum Pokalschreck für Werder Bremen?

Jena - In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals empfängt der FC Carl Zeiss Jena am heutigen Samstagabend Bundesligist Werder Bremen.   

Die Spieler des FC Carl Zeiss Jena jubeln nach dem 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV in der ersten Runde des DFB-Pokals 2015.
Die Spieler des FC Carl Zeiss Jena jubeln nach dem 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV in der ersten Runde des DFB-Pokals 2015.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Das sind Spiele, wo niemand etwas erwartet, aber viele sich etwas erhoffen. Klar, wir sind Außenseiter. Aber: Im Fußball ist vieles möglich. Und diese Chance wollen wir uns erarbeiten", sagte Jenas Kapitän Rene Eckardt im Vorfeld der Begegnung. 

Nach einem 3:0-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC Berlin, gehen die Thüringer mit gestärktem Selbstvertrauen in die Partie. "Wir gehen in jedes Spiel, um es nach Möglichkeit zu gewinnen. Auch wenn wir natürlich wissen, wie schwer das gegen einen Bundesligisten sein wird", erklärte FCC-Trainer Dirk Kunert auf der Pressekonferenz. 

Auf der Jagd nach einer Pokalsensation hat der 52-Jährige jedoch mit personellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 

Mit Vasilios Dedidis und Pasqual Verkamp fallen zwei Stürmer mit muskulären Problemen für den heutigen Samstag aus. Somit fehlen Jena mehrere Optionen im Angriff. 

Jena ist im Spielrhythmus

Trotz der klaren Rollenverteilung hat der Viertligist einen Vorteil gegenüber Bremen: Sie sind im Spielrhythmus! Für die Jenaer wird es bereits das achte Pflichtspiel in dieser Saison werden, für Werder ist es das erste. 

Allerdings ist das wirklich auch nur ein kleiner Vorteil, wenn überhaupt. Denn mit Bremen kommt sozusagen die Mannschaft der Vorbereitung in das Ernst-Abbe-Sportfeld. Die Jungs von Trainer Florian Kohlfeldt gewannen alle sechs Spiele in der Vorbereitung und erzielten insgesamt 17 Tore.

In den vergangenen drei Begegnungen gegen Groningen, St. Pauli und Hannover 96 blieben sie dazu ohne Gegentreffer. Dennoch mahnt Kohfeldt vor zu viel Euphorie. "Alles, was bis jetzt war, ist nicht wichtig und entscheidend für den anstehenden Wettkampf", so der 37-Jährige.

Gibt es das nächste Pokaltrauma für Werder?

Auch wenn es - auf dem Papier - ein Klassenunterschied von drei Ligen ist, hatte sich Werder immer wieder gegen unterklassige Mannschaften blamiert. 

Von 2011 bis 2013 schieden die Hansestädter jeweils in der ersten Runde gegen Heidenheim, Preußen Münster und Saarbrücken aus. 2016 war gegen die Sportfreunde aus Lotte zum Auftakt bereits wieder Feierabend.

Doch nicht nur aus diesem Grund ist beim Bundesligisten Vorsicht geboten. In der Vergangenheit erwies sich Jena auch als Pokalschreck für große Vereine. Zuletzt konnte sie 2015 den Hamburger SV mit 3:2 nach Verlängerung in die Knie zwingen.

Damit die Sensation am Ende gelingt, müssen laut Kunert folgende Eigenschaften auf den Platz gebracht werden: "Wir wollen eklig sein gegen den Ball, müssen noch disziplinierter und konzentrierter sein als sonst schon. Das wird die Basis sein." 

Anpfiff vor 1600 genehmigten Zuschauern ist um 20.45 Uhr. Das Spiel wird ausschließlich beim Bezahlsender Sky zu sehen sein. 

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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