1400 Fans sehen müde Auer und eine Pleite gegen Magdeburg

Aue - Das hatten sich die rund 1400 Aue-Fans, die nach monatelanger Pause endlich wieder ins Erzgebirgsstadion durften, anders vorgestellt!

Luca Schuler (Mitte) und Baris Atik (rechts) klatschen nach einem Magdeburger Treffer ab. Aues Torhüter Martin Männel (am Boden) ist geschlagen.
Luca Schuler (Mitte) und Baris Atik (rechts) klatschen nach einem Magdeburger Treffer ab. Aues Torhüter Martin Männel (am Boden) ist geschlagen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Der FCE verliert nach einer ganz schwachen Vorstellung gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:2 (0:2). Für den neuen Trainer Aleksey Shpilevski gibt es in den zwei Wochen bis zum Zweitliga-Start noch viel zu tun. Enttäuschend verlief aus Sicht der Veilchen bereits die erste Halbzeit.

Mit dem 0:2 zur Pause waren sie gut bedient. Magdeburg gab vom Anpfiff weg den Ton an, kombinierte sich immer wieder schön durch und erspielte sich zahlreiche Torgelegenheiten.In der 4. Minute klärte Patrick Strauß in allerletzter Sekunde gegen den einschussbereiten Connor Krempicki.

Eine Viertelstunde später vernaschte Raphael Obermair Aues Linksverteidiger Dirk Carlson und zog ab - Außennetz.

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Auch der nächste gefährliche Angriff lief über rechte Seite der Gäste. Schlussmann Martin Männel parierte zweimal riesig - erst gegen Obermair, dann den Nachschuss von Amara Condé (21.).

Kurz darauf konnte auch Männel nichts machen. Obermair bediente Sirlord Conteh. Der legte quer.

Von Aue kam in der 1. Halbzeit so gut wie nichts: Magdeburg auch nach der Pause tonangebend

Rund 1400 Zuschauer verfolgten das Match im Sparkassen-Erzgebirgsstadion.
Rund 1400 Zuschauer verfolgten das Match im Sparkassen-Erzgebirgsstadion.  © Picture Point / Roger Petzsche

Condé schob aus Nahdistanz unbedrängt zur verdienten Führung für den Drittligisten ein.Für Männel blieb es auch nach dem Rückstand ein arbeitsreicher Nachmittag. In der 35. Minute tauchte Conteh frei vor ihm auf. Der Keeper verhinderte im direkten Duell das 0:2.

Das fiel kurz vor der Pause. Luca Schuler ließ erst Carlson am Elfmeterpunkt aussteigen und anschließend Männel keine Chance.

Von den Platzherren kam in der ersten Hälfte offensiv nichts. Dimitrij Nazarov zog zweimal aus der Entfernung ab - FCM-Torwart Dominik Reimann konnte beide Bälle problemlos aufnehmen.

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"Uns fehlt die Spritzigkeit, die linke Abwehrseite ist komplett offen", kommentierte Vereinspräsident Helge Leonhardt in der Halbzeitpause den müden Auftritt.

Der FCM war auch nach dem Seitenwechsel das klar bessere Team, versemmelte aber beste Möglichkeiten. So wie in der 63. Minute: Baris Atik schoss aus acht Metern übers leere Tor.

Ben Zolinski sorgte Sekunden vor dem Abpfiff für den Endstand. Vereinzelte Pfiffe von der Tribüne gab es die Gastgeber trotzdem.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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