Ach du Schreck! Rot bleibt nach der Niederlage in Köln die dominierende FCE-Farbe

Aue - Rot ist beim FC Erzgebirge Aue die dominierende Farbe! Bei Viktoria Köln setzte es für die Veilchen ein klares 0:3 (0:0). Spielentscheidend war die Rote Karte gegen Sam Schreck (23). Aue behält damit die Rote Laterne und fällt durch den dritten Platzverweis auch in der Fairness-Tabelle auf den letzten Platz.

Autsch! Sam Schreck (23, r.) steigt gegen Kölns Jamil Siebert (20) mit offener Sohle ein.
Autsch! Sam Schreck (23, r.) steigt gegen Kölns Jamil Siebert (20) mit offener Sohle ein.  © imago/Beautiful Sports

Interimstrainer Carsten Müller (52) vertraute in der Domstadt auf die gleiche Elf, die Tabellenführer Elversberg eine Woche zuvor ein 1:1 abgetrotzt hatte. In Köln sah es eine Stunde lang danach aus, als würde sich das nächste Remis einstellen.

"In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel und hatten es gut im Griff", blickt Keeper Martin Männel (34) zurück. Der 34-Jährige kam aber nicht umhin, einzugestehen, dass sich vor seinem Tor die ein oder andere brenzlige Szene abspielte. André Becker (26, 33.) und David Lennart Philipp (22, 37.) hatten schon die Führung auf dem Fuß, Männel vereitelte.

Komplett die Hände gebunden waren ihm bei den Entscheidungen von Referee Lars Erbst (28). Sam Schreck (62.) sah nach einem Foul mit offener Sohle gegen Jamil Siebert (20) Rot. Becker (73.) nutzte Kölns Überzahl. Als Ulrich Taffertshofer (30) aus nächster Nähe von Luca Marseiler (25) an der Hand getroffen wurde, zeigte Erbst auf den Punkt und Patrick Koronkiewicz (31, 76.) sorgte für die Vorentscheidung.

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"Es gab ein paar Entscheidungen, die dazu führten, dass das Ergebnis zustande kam. Tut mir leid, dass wir die Situationen so erleben mussten", hätte sich Interimscoach Müller von Schiri Erbst etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.

Schiri Lars Erbst (28, im gelben Trikot) zeigte Sam Schreck (23, 3.v.l.) die Rote Karte.
Schiri Lars Erbst (28, im gelben Trikot) zeigte Sam Schreck (23, 3.v.l.) die Rote Karte.  © picture point/Sven Sonntag

Nach der Roten Karte folgte der nächste Super-Gau für Erzgebirge Aue

Kevin Lankford (23, l.) machte mit dem 3:0 die Pleite für Aue perfekt.
Kevin Lankford (23, l.) machte mit dem 3:0 die Pleite für Aue perfekt.

Männel ging ebenfalls nicht mit jeder Entscheidung mit: "Wenn man am Ende sieht, wo Sam den Gegenspieler trifft, ist Rot okay. Ich habe aus meiner Perspektive aber auch sehen können, dass Sam am Ball nach oben rutscht und zuerst den Ball gespielt hat."

Auch der Elfmeter wurde kontrovers diskutiert. "Das war die nächste unglückliche Situation. Die Hand hatte keine Spannung und keine unnatürliche Haltung", so Männel, der wegen Reklamierens Gelb sah.

Und es kam noch dicker! Kevin Lankford (23, 90.+1) machte das Ergebnis deutlich. Zudem sah Maximilian Thiel (29) die fünfte Gelbe und ist am Dienstag gegen Duisburg gesperrt.

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Lamentieren ist aber nicht, wie Sportdirektor Matthias Heidrich (44) betont: "Spätestens beim Aussteigen aus dem Bus muss der Fokus Richtung Duisburg gehen, um einen Sieg zu holen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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