Ansage von Aues Zolinskis vorm DFB-Pokal: "Scheißegal, wer das Tor schießt, wir wollen weiterkommen!"

Aue - Jeweils Remis in Nürnberg und zuhause gegen St. Pauli - das hätte vor der Saison jeder beim FC Erzgebirge Aue so unterschrieben. Nun soll in der 1. Runde des DFB-Pokals beim FC Ingolstadt 04 ein Sieg her, um die erste Zielvorgabe von Präsident Helge Leonhardt zu erfüllen. Doch dafür muss der Ball endlich im Netz zappeln.

Aue-Boss Helge Leonhardt (62).
Aue-Boss Helge Leonhardt (62).  © Picture Point/Gabor Krieg

Wem gelingt der erste Saisontreffer? "Scheißegal, wer das Tor schießt, wir wollen weiterkommen", stellt Ben Zolinski (29) klar.

Der 29-Jährige wird von Coach Aleksey Shpilevski (33) bislang als Mittelstürmer aufgestellt. Zolinski wird bei Aues "Kick and Rush" entweder direkt geschickt oder von den Außenstürmern gesucht. Er wäre damit dafür prädesdiniert, in der regulären Spielzeit zu treffen.

Was schon gegen St. Pauli durchaus möglich war, als Nikola Vasilj kurz vor der Pause parierte. Zolinski: "Ich hatte in der ersten Halbzeit einen auf dem Fuß. Uns fehlt noch das Quäntchen vor dem Tor. Aber die Basis ist die Defensive."

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Die hielt sowohl gegen die Clubberer als auch gegen die Kiezkicker, was die Veilchen als Erfolg verbuchen. "Wir haben nicht gegen irgendeine Kirmes-Truppe gespielt, sondern eine Mannschaft, die zuvor 3:0 gegen Kiel gewonnen hatte", gibt Zolinski zu bedenken: "Das hat, denke ich, genug Aussagekraft."

Und stimmt zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. "Arbeiten wir gut gegen den Ball, können wir den Gegnern wehtun", so der Auer Stürmer.

Ben Zolinski (29, l.), hier im Zweikampf mit Philipp Ziereis vom FC St. Pauli, will am Montag mit seinem FCE Aue beim FC Ingolstadt 04 gewinnen und in die 2. Runde des DFB-Pokals einziehen.
Ben Zolinski (29, l.), hier im Zweikampf mit Philipp Ziereis vom FC St. Pauli, will am Montag mit seinem FCE Aue beim FC Ingolstadt 04 gewinnen und in die 2. Runde des DFB-Pokals einziehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Beim Spiel mit dem Ball besteht dagegen noch Luft nach oben, was allerdings nicht ungewöhnlich sei, wie Zolinski findet: "In sechs, sieben Wochen, die wir jetzt zusammen sind, kann man noch nicht erwarten, dass wir alles auseinanderspielen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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