Aue ballert den Frust weg: Gegen Meppen klappt's endlich mit dem ersten Saisonsieg

Meppen - Da ist er endlich! Der FC Erzgebirge Aue gewinnt zum Auftakt des zehnten Spieltags am Freitagabend gegen den SV Meppen 3:0 (2:0) und feiert den ersehnten ersten Punktspielsieg.

Tom Baumgart (M.) trifft per Kopf zum 1:0.
Tom Baumgart (M.) trifft per Kopf zum 1:0.  © picture point/Sven Sonntag

Interims-Trainer Carsten Müller hielt nahezu an der Startelf fest, die letztes Wochenende Eilenburg (2:1) im Sachsenpokal bezwang. Einzig im Sturmzentrum gab es einen Wechsel. Lenn Jastremski begann für Elias Huth.

Nach verhaltenem Beginn beider Mannschaften tauchten die Emsländer Mitte der ersten Halbzeit erstmals gefährlich vor dem Tor von Martin Männel auf. Bei der Direktabnahme von Steffen Puttkammer (24.) musste der 34-Jährige, der erneut den Vorzug vor Philipp Klewin erhielt und die Kapitänsbinde trug, nicht eingreifen.

Aue tat sich vor 5480 Zuschauern zu Beginn gegen kompakt stehende Gäste schwer und fabrizierte viele Abspielfehler.

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Als sich die Veilchen einmal in der gegnerischen Hälfte festsetzen konnten, schirmte Maximilian Thiel den Ball im Strafraum schön ab und lupfte in den Fünfmeterraum zu Tom Baumgart (31.), der den von SVM-Keeper Jonas Kersken noch abgefälschten Ball aus kürzester Distanz einköpfte.

Mannschaftsaufstellung vom FC Erzgebirge Aue gegen den SV Meppen

Startelf vom SV Meppen beim FC Erzgebirge Aue

Steffen Nkansah drückt den Eckball zum 3:0 über die Linie

Steffen Nkansah (vorne) trifft zum 3:0 und jubelt mit Ulrich Taffertshofer.
Steffen Nkansah (vorne) trifft zum 3:0 und jubelt mit Ulrich Taffertshofer.  © picture point/Sven Sonntag

Kaum lagen die Veilchen in Führung, brachten sie sich hinten unnötig selbst in Bedrängnis. Ulrich Taffertshofer geriet nach gewagtem Zuspiel von Männel unter Druck und verlor den Ball an Sascha Risch. Marvin Pourié (36.) brachte sich derweil in Stellung und zielte halblinks im Strafraum knapp am kurzen Pfosten vorbei. Nur gut eine Minute später setzte ein Dropkick von Pourié auf der Latte auf.

Aue fing sich nach dieser Wackelphase sofort wieder und ging selbst auf den zweiten Treffer. Einen zu kurz abgewehrten Thiel-Freistoß versenkte Marco Schikora (45.+2.), stand dabei aber einen Tick im Abseits.

Und noch war nicht Halbzeit! Diesmal holte sich Dimitrij Nazarov nach abgewehrtem Freistoß den zweiten Ball und jagte das Leder aus 20 Metern in den rechten Winkel (45.+5.).

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Aue wollte sich jetzt den aufgestauten Frust von der Seele ballern. Einen Eckball drückte der aufgerückte Steffen Nkansah (49.) über die Linie - 3:0! Einziger Wermutstropfen an diesem Abend: Thiel (62.) sah nach hartem Tackling an der Seitenlinie gegen Christoph Hemlein Rot.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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