Aue-Boss Leonhardt: "Wir müssen verteidigen, was über Jahre aufgebaut wurde!"

Aue - Jetzt wird der Klassenerhalt zur Chefsache! Nachdem der FC Erzgebirge die ersten drei Matchbälle vergeben hat, soll der vierte sitzen.
Am Sonntag muss der FC Erzgebirge obenauf sein, wie es Dennis Kempe im Spiel gegen Heidenheim dokumentiert.
Am Sonntag muss der FC Erzgebirge obenauf sein, wie es Dennis Kempe im Spiel gegen Heidenheim dokumentiert.  © picture point/Sven Sonntag

Präsident Helge Leonhardt nahm seine Veilchen vor der heutigen Partie gegen den Karlsruher SC extra ins Gebet. 

"Ich habe die Jungs stark geredet. Was in den letzten drei Spielen gewesen ist, blenden wir vollkommen aus. Jetzt geht es einzig und allein darum, unseren Tabellenplatz mit allen Mitteln zu verteidigen", erklärt Leonhardt: "Es stehen noch fünf Partien aus, in denen 15 Punkte vergeben werden."

Gegen Nürnberg (1:1), Darmstadt (1:3) und jüngst Heidenheim (0:3) war es einer aus neun möglichen Zählern. 

Leonhardt meldete sich zwischenzeitlich zu Wort, tauschte sich mit Coach Dirk Schuster aus, was der Außenstehende durchaus als Kompetenzgerangel werten könnte. 

Doch der Klub-Patriarch stellt klar: "Was wir nicht gebrauchen können, sind Nebenkriegsschauplätze. Wir müssen gemeinsam verteidigen, was über Jahre aufgebaut wurde!"

Je eher der Ligaverbleib gesichert ist, desto früher kann für die neue Saison geplant werden. Bei allen Unwägbarkeiten, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, ist das ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. Leonhardt: "Es geht in erster Linie darum, die Existenz des Vereins zu sichern. Und es geht um Jobs für Angestellte und Spieler. Das geht nur über den Klassenerhalt. Doch dafür müssen wir erst die Schallmauer 40 Punkte durchbrechen."

Vor Corona wäre ein Dreier gegen den KSC für das mit 30 Punkten viertbeste Heimteam eine sichere Wette gewesen. Doch die Vorzeichen haben sich gedreht. 

Ein Mann, ein Wort, eine (traditionelle) Geste: FCE-Boss Helge Leonhardt fordert vollen Einsatz.
Ein Mann, ein Wort, eine (traditionelle) Geste: FCE-Boss Helge Leonhardt fordert vollen Einsatz.
Statistiken zur aktuellen Spielzeit der 1. Bundesliga zeigen, dass ohne Zuschauer nur 22 Prozent der Heimspiele gewonnen wurden, gegenüber 43 Prozent vor Publikum. Im Gegenzug profitierten die Gästeteams. Sie steigerten ihre Siegquote durch Geisterspiele von 35 auf 50 (!) Prozent. Leonhardt: "Gerade das zeigt doch, wie wichtig es ist, dass wir jetzt Gesicht zeigen!" 

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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