Spielfrei? Aue-Boss Voigt will DFL und Gegner zu Planänderung bewegen

Aue - Normalerweise steht dem FC Erzgebirge Aue wegen der Corona-Lage beim Karlsruher SC nächstes Wochenende notgedrungen eine außerplanmäßige Spielpause bevor.

Der Treffer von Pascal Testroet (30) war beim 1:3 gegen St. Pauli einer der wenigen Lichtblicke aus Auer Sicht.
Der Treffer von Pascal Testroet (30) war beim 1:3 gegen St. Pauli einer der wenigen Lichtblicke aus Auer Sicht.  © DPA/Robert Michael

Doch die soll mit einem cleveren Schachzug umgangen werden. Nach TAG24-Informationen verhandeln die FCE-Verantwortlichen hinter den Kulissen, eine andere Zweitliga-Partie vorzuziehen.

Federführend hierfür zeichnet Michael Voigt (48). "Ich habe bei der DFL angeregt, die für den 20. April angesetzte Partie gegen Nürnberg vorzuziehen. Meiner Meinung nach macht das für beide Vereine Sinn, da auch sie kommendes Wochenende spielfrei sind", erläutert der FCE-Geschäftsführer.

Die Idee ist aus der Not geboren und wird mit heißer Nadel gestrickt, ergibt aber Sinn.

Denn Nürnbergs eigentlicher kommender Gegner Holstein Kiel vermeldete am Sonnabend einen weiteren positiven Corona-Fall.

Zuvor war dort unter anderem Keeper Ioannis Gelios betroffen, weshalb bereits eine Teil-Quarantäne verhängt wurde.

Aue-Boss Michael Voigt: "Ich bin davon überzeugt, dass unser Vorschlag im Sinne aller Beteiligten ist"

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt wird mit der DFL und dem Club Kontakt aufnehmen, um das Nürnberg-Spiel vorzuziehen.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt wird mit der DFL und dem Club Kontakt aufnehmen, um das Nürnberg-Spiel vorzuziehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach dem neuerlichen positiven Test ordnete das zuständige Gesundheitsamt am Sonnabend an, die bis zum 20. April geltende Teil-Quarantäne auf die gesamte Reisegruppe des letzten Auswärtsspiels beim 1. FC Heidenheim zu erweitern.

Eine Absage von Kiels Nürnberg-Partie scheint ausgemacht.

"Angesichts des straffen Zeitplans, den es auch im Hinblick der 'U21'-EM und Euro 2020 einzuhalten gilt, ist es doch nur sinnvoll, jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen, um den durchgetakteten Terminkalender zu entzerren", findet Voigt.

Und ergänzt: "Ich bin davon überzeugt, dass unser Vorschlag im Sinne aller Beteiligten ist."

Der Ball ist gespielt. Nun liegt es an der DFL und dem FCN ihn aufzunehmen.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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