Aue-Bosse setzen kein Punkte-Ultimatum: "Nicht förderlich"

Aue - Sechs sieglose Partien, nur zwei Treffer, aber acht Gegentore und obendrauf das Aus im DFB-Pokal: Nicht jeder Klub behält nach einem derartigen Fehlstart die Nerven. Wie lange hält der FC Erzgebirge Aue die Füße still?

Die Zwillinge und FCE-Bosse Uwe (62, l.) und Helge Leonhardt (62) haben ihre Veilchen bisher noch durch jede Krise geführt.
Die Zwillinge und FCE-Bosse Uwe (62, l.) und Helge Leonhardt (62) haben ihre Veilchen bisher noch durch jede Krise geführt.  © imago images/Eibner

Bislang gibt es kein Ultimatum, keine Ansage, wie viele Zähler innerhalb eines Zeitraums X zu holen sind. "In der gegenwärtigen Lage wäre es auch nicht förderlich, eine konkrete Zahl als Vorgabe anzusetzen", erklärt FCE-Aufsichtsrat Uwe Leonhardt (62).

Der 62-Jährige und Zwillingsbruder Helge sind krisenerprobt. Beide Unternehmer bringt nichts so schnell aus der Ruhe, die Sache einfach laufen lassen werden sie aber auch nicht.

"Klar wird das Personal an der Erfüllung seiner Aufgaben und an den Ergebnissen gemessen. Gegenwärtig helfen wir alle im Sinne eines Teams mit, diese Ergebnisse schnell durch harte Arbeit und durch Kümmern zu erreichen. Es zählt nur das Projekt, nicht der Einzelne", betont Leonhardt.

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Heißt: Man will Resultate sehen, lieber heute statt morgen. "Fest steht, dass wir anfangen müssen zu punkten. Der Zug ist schneller abgefahren, als gedacht", warnt Leonhardt.

Aue-Boss Leonhardt: "Entscheidend ist, jetzt nicht in Panik zu verfallen"

Was soll ich machen? Bisher fruchten die Maßnahmen von FCE-Trainer Aleksey Shpilevski (33) fruchten bisher noch nicht.
Was soll ich machen? Bisher fruchten die Maßnahmen von FCE-Trainer Aleksey Shpilevski (33) fruchten bisher noch nicht.  © picture point/Sven Sonntag

Dramatische Beispiele liefert die jüngere Vergangenheit. Würzburg benötigte in der 2. Liga für den ersten Sieg acht Partien, Schalke 04 in der 1. Liga gar 15. Die späteren Absteiger ließen früh abreißen und kamen nicht mehr unten raus.

Ein Schreckgespenst, dass in Aue verjagt wird. Leonhardt: "Entscheidend ist, jetzt nicht in Panik zu verfallen und die Reihen geschlossen zu halten. Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie ordentlich und sauber trainiert, um sich weiterzuentwickeln. Dann stellen sich die Ergebnisse ein."

Was ihn optimistisch stimmt: "Der notwendige Personalstamm und die Qualität sind vorhanden."

Titelfoto: imago images/Eibner

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