Aue-Bosse sprechen mit Impfmuffeln: Gehaltskürzungen lässt der Verein offen

Aue - Impfen oder Gehaltskürzung? Im Zuge der Debatte um ungeimpfte Fußballprofis wird auch eine Gehaltskürzung für jene diskutiert, die nicht unter 2G fallen. Wie geht der FC Erzgebirge Aue mit dem sensiblen Thema um?

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (49) will die Impfverweigerer in Gesprächen überzeugen - gern auch an seinem Schreibtisch.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (49) will die Impfverweigerer in Gesprächen überzeugen - gern auch an seinem Schreibtisch.  © picture point/Sven Sonntag

Joshua Kimmich (26) beherrscht seit Wochen die Gazetten. Der Bayern-Profi steht symbolisch für alle Ungeimpften in der Bundesrepublik. Lothar Matthäus (60) sieht ihn in seiner "Sky-Kolumne" an den Pranger gestellt, denn keiner frage: "Wie viele andere Bundesligaspieler sind nicht geimpft und müssen ihren Namen nicht täglich in der Zeitung lesen?"

Nichtsdestotrotz droht Kimmich laut mehreren Medienberichten wegen seiner zweiwöchigen Corona-Quarantäne ein Verdienstausfall in Höhe von ca. 750.000 Euro. Die Summe orientiert sich am Jahresgehalt, das auf rund 20 Millionen Euro taxiert wird.

So hohe Gehälter werden im Erzgebirge nicht ausgezahlt, ergo fiele eine anteilige Kürzung auch nicht derart hoch aus. Doch würde der FCE den Impfmuffeln - nach Auskunft von Geschäftsführer Michael Voigt (49) fallen 85 bis 90 Prozent der Veilchen-Profis unter 2G - im Zweifelsfall ans Geld gehen?

Nicht alle Aue-Profis sind geimpft. Zwischen 85 und 90 Prozent liegt die Quote laut Geschäftsführer Michael Voigt (49).
Nicht alle Aue-Profis sind geimpft. Zwischen 85 und 90 Prozent liegt die Quote laut Geschäftsführer Michael Voigt (49).  © dpa/Kay Nietfeld
Aue-Boss Helge Leonhardt (63).
Aue-Boss Helge Leonhardt (63).  © picture point/Sven Sonntag

Aues Klubchef Helge Leonhardt (63) bezieht Stellung: "Vorstand, Trainer und sportlicher Leiter wollen den oder die Spieler von der Notwendigkeit überzeugen. Ich gehe davon aus, dass uns das gelingt. Das Thema Lohnfortzahlungen, sollte es anstehen, tragen wir nicht in die Öffentlichkeit, da es interne Angelegenheiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag/dpa/Kay Nietfeld

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