Aue-Coach Schuster setzt auf Testroet: "Brutal gefährlich"

Aue - Die ersten drei Versuche gingen daneben, doch der vierte Schuss muss sitzen! Mit einem Heimsieg gegen den Karlsruher SC kann der FC Erzgebirge am morgigen Sonntag endlich die 40-Punkte-Marke knacken und damit wohl auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt zerstreuen.

So bejubelte Pascal Testroet seinen bisher letzten Treffer. Er schoss seine Farben beim 3:0 gegen den Hamburger SV in Führung. Es ist mal wieder an der Zeit...
So bejubelte Pascal Testroet seinen bisher letzten Treffer. Er schoss seine Farben beim 3:0 gegen den Hamburger SV in Führung. Es ist mal wieder an der Zeit...  © picture point/Sven Sonntag

Seit dem Re-Start gegen Sandhausen (3:1) haben sich die Lila-Weißen erfolglos bemüht, die ominöse Hürde zu überspringen. Das lag auch mit daran, dass vorne die Säge klemmte. Nur zwei eigene Tore aus den letzten drei Partien sind zu wenig gewesen.

Dirk Schuster wird deswegen gegen die in der Abwehr anfälligen Badener auf wuchtige Vorstöße setzen, eine Aufgabe, die Pascal Testroet wie auf den Leib geschneidert ist.

Der 29-jährige Angreifer ist nach seiner Meniskusverletzung aus der Dynamo-Partie vor Corona wieder voll dabei.

In Heidenheim stand er zuletzt erstmals seit Anfang März in der Startelf und machte seine Sache ordentlich, wie der FCE-Coach findet: "Er hatte unsere zwei Großchancen, wo er ein Mal alleine vor dem Torhüter auftaucht, der sehr gut reagiert und danach beim Standard nach unserem Muster am langen Pfosten zum Abschluss kommt." 

"Paco" besitzt demnach für den morgigen Sonntag gute Karten.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass er von Beginn an ran darf, ist hoch. In der Box ist er brutal gefährlich für den Gegner", unterstreicht Schuster.

Phillip Hofmann
Phillip Hofmann  © Picture Point/Roger Petzsche

Während Aue mit Offensivwucht kommen will und kann, fehlt auf Karlsruher Seite der bullige 13-Tore-Stürmer Philipp Hofmann wegen einer Gelbsperre. Gleiches betrifft auch die Mittelfeldakteure Manuel Stiefler und Jérôme Gondorf.

KSC-Coach Christian Eichner ist also zum Rotieren gezwungen. Wobei das in Zeiten von Corona generell nix Neues mehr ist und bisweilen schon Stilblüten treibt.

Kann er sich am morgigen Sonntag über den Klassenerhalt freuen? FCE-Trainer Dirk Schuster.
Kann er sich am morgigen Sonntag über den Klassenerhalt freuen? FCE-Trainer Dirk Schuster.  © picture point/Sven Sonntag

So wechselte Trainer Hans-Jürgen Boysen von Drittligist Großaspach unter der Woche beim Auswärtsspiel in Chemnitz gleich auf zehn Positionen durch - und gewann 1:0.

Eine Gegnervorbereitung wird dadurch immens erschwert, aber nicht unmöglich gemacht. Schuster: "Sich rein aufs Glück zu verlassen, wäre fatal. Es kommt darauf an, die Mannschaft so auf das gegnerische Personal und System vorzubereiten, dass wir selbst schnell umswitchen können und die Stärken des Gegners aus dem Spiel nehmen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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