Aue-Coach Schuster kontert Leonhardt-Kritik und muss nun gegen Heidenheim liefern!

Aue - Der FC Erzgebirge Aue ist zurück aus der selbstverordneten dreiwöchigen Spielpause. Inwiefern sich die wegen zweier unklarer Corona-Tests abgesagte Partie beim Hamburger SV und der Verzicht auf ein Testspiel während der planmäßigen Liga-Unterbrechung auf die Begegnung mit dem 1. FC Heidenheim auswirken, bleibt abzuwarten. 

Vor einem Jahr brachte Philipp Riese den FCE mit diesem Treffer 1:0 in Führung - am Ende hieß es 1:1.
Vor einem Jahr brachte Philipp Riese den FCE mit diesem Treffer 1:0 in Führung - am Ende hieß es 1:1.  © picture point/Sven Sonntag

Holen die Veilchen gegen ihren Angstgegner etwas Zählbares, dürfte zum Start in die Englische Woche alles paletti sein. 

Setzt es dagegen die erste Niederlage, wird vielleicht auch Coach Dirk Schuster hinterfragen, ob es klug war, von vornherein auf ein Testspiel zu verzichten.

Vor der Partie trat er jedenfalls von Klubchef Helge Leonhardt geäußerten Kritik entgegen. 

"Es war von unserer Seite vor acht bis zehn Wochen von vornherein kein Testspiel geplant. Wir wollten im normalen Rhythmus bleiben. Inhaltlich hatten wir damals einen sehr kleinen Kader und ein paar Verletzte. Es war eine Kadergröße, die eines Zweitligisten, ich will nicht sagen nicht würdig, aber relativ gering war", erklärt Schuster.

Wenn auch verklausuliert, ist das ein deutlicher Seitenhieb in Richtung Leonhardt. Und es ist nicht der einzige. 

FC Erzgebirge Aue kassierte nach abgesagter HSV-Partie eine Testspiel-Absage nach der anderen!

FCE-Coach Dirk Schuster (l.) und Club-Präsident Helge Leonhardt Seite an Seite mit den gekreuzten Hämmern. Mittlerweile liegt man bei einigen Themen offenbar über Kreuz.
FCE-Coach Dirk Schuster (l.) und Club-Präsident Helge Leonhardt Seite an Seite mit den gekreuzten Hämmern. Mittlerweile liegt man bei einigen Themen offenbar über Kreuz.  © imago images/Eibner

"Wenn man bedenkt, dass die Saison bis Mai durchgeknattert wird, muss man auch Länderspielpausen dazu nutzen, eine gewisse Balance zwischen Belastung und Erholung zu finden", fährt der 52-Jährige fort.

Zur Selbstverteidigung gibt Schuster zu verstehen, dass man sich nach der Absage der HSV-Partie gedreht habe, um einen Testgegner zu finden, handelte sich bei Erst- und Zweitligisten aber durchweg Absagen ein.

Inwiefern gegen Heidenheim Auswirkungen zu sehen sein werden, bleibt abzuwarten. Doch dunkle Wolken drohen aufzuziehen. 

Schuster: "Ich bin in der Zukunft nicht bereit, irgendwelche Thematiken in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Inhaltlich werde ich Sachverhalte vielleicht darlegen wollen, aber alles andere werde ich, wie in der Vergangenheit gehandhabt, nicht machen." 

Titelfoto: imago images/Eibner

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