Aue-Coach Schuster: "Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Sommerpause"

Aue - Bayern ist eine Reise wert! Wenn für den FC Erzgebirge in der abgelaufenen Saison etwas ging, dann in bayrischen Gefilden. Zum Saisonauftakt das 2:0 in Fürth, nach dem Re-Start das 1:1 in Nürnberg und nun zum Halali das späte 2:1 bei Regensburg. Sieben der elf Zähler in der Fremde holten die Veilchen bei den bayrisch-fränkischen Zweitligisten.

So feierten die Veilchen vor leeren Rängen: "Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes 'W', das ist Wismut Aue, unsre BSG. Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht, Wismut Aue, die neue Fußballmacht!"
So feierten die Veilchen vor leeren Rängen: "Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes 'W', das ist Wismut Aue, unsre BSG. Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht, Wismut Aue, die neue Fußballmacht!"  © dpa/Armin Weigel

Darauf zwei gekreuzte Hämmer! Wegen Corona durften die Lila-Weißen ihre Siege nicht mehr vorm eigenen Anhang zelebrieren. Sie ließen es sich zum Abschluss aber nicht nehmen, vor dem verwaisten Gästeblock im Jahnstadion auf die Knie zu gehen und die Hämmer zu machen. Dazu riefen sie ins leere Stadionrund: "Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes 'W', das ist Wismut Aue, unsre BSG. Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht, Wismut Aue, die neue Fußballmacht!" Danach folgte das freudige Olé.

Es gab auch allen Grund zur Freude, denn vor dem Lohn, dem zweiten Auswärtssieg, lag ein brutal hartes Stück Arbeit, wie Coach Dirk Schuster befand: "Wir mussten alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte mitzunehmen. Es fühlt sich gut an und wir gehen mit einem guten Gefühl in die Sommerpause."

Lila-Weiß schließt die Spielzeit als Siebter ab, musste dafür aber nochmal extrem viel investieren - und zu Beginn auch Lehrgeld zahlen. Gegen brutal auf Zweikämpfe geeichte Regensburger tat sich die Schuster-Elf schwer und hatte es auch dem starken Männel-Vertreter Robert Jendrusch zu verdanken, dass der Angriff des Jahn nur einmal durch Charalambos Makridis (2.) auf die Anzeigetafel kam.

FCE-Keeper Robert Jendrusch (l.) verhindert mit dieser Parade ein weiteres Gegentor.
FCE-Keeper Robert Jendrusch (l.) verhindert mit dieser Parade ein weiteres Gegentor.  © imago images/HMB-Media

Regensburg knüpfte nach Seitenwechsel an erste Halbzeit an

Aues Coach Dirk Schuster war auch in Regensburg engagiert an der Linie und trieb seine Truppe bis zum Schluss an.
Aues Coach Dirk Schuster war auch in Regensburg engagiert an der Linie und trieb seine Truppe bis zum Schluss an.  © picture point/Sven Sonntag

Schuster: "Die Regensburger haben von der ersten Sekunde an versucht, uns unter Druck zu setzen und in die Schnittstellen hineinzuspielen. Danach wurde es ein wildes Spiel, in dem sie auch das zweite Tor schießen können."

Gegen Ende der ersten Halbzeit bekam Aue mehr Zugriff und glich durch Pascal Testroet in der dritten Minute der Nachspielzeit aus. Regensburg verdaute den Schock in der Pause und knüpfte nach dem Seitenwechsel nahtlos an die ersten 45 Minuten an. Nur hatte sich der FCE mittlerweile darauf eingestellt.

"Wir hatten uns nach dem 1:1 in der Halbzeit vorgenommen, den Bock umzustoßen und den Dreier mitzunehmen, wurden im Pass- und Aufbauspiel immer sicherer", berichtet Schuster. Während die Oberpfälzer mehrfach ihren Meister in Jendrusch fanden, drückte Philipp Zulechner auf der Gegenseite den Ball mit dem Oberschenkel über die Linie."

Es wäre auch nicht unverdient gewesen, wenn wir mit leeren Händen hätten nach Hause fahren müssen", gibt Schuster ehrlich zu. Aber da hatte ein gewisser Robert Jendrusch etwas dagegen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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