Aue: Leihgeschäfte - der gute Draht nach Moskau!

Aue - Jetzt ist es amtlich: Die Saison in der 2. Bundesliga beginnt am 18. September. Bis dahin muss der Kader der Veilchen stehen. Auf der Suche nach potenziellen Neuzugängen will Aue eigene Wege gehen. Muss es auch, mit den Scheinen winken kann keiner. Der FCE ist zwar schuldenfrei, aber Rosen blühen im Schacht keine. Vielleicht hilft der gute Draht nach Moskau.

Domenico Tedesco (M.) ist seit Oktober 2019 Cheftrainer beim russischen Spitzenklub Spartak Moskau. Einen Monat später schlossen Spartak und der FCE eine Kooperationsvereinbarung. Diese soll nun Früchte tragen.
Domenico Tedesco (M.) ist seit Oktober 2019 Cheftrainer beim russischen Spitzenklub Spartak Moskau. Einen Monat später schlossen Spartak und der FCE eine Kooperationsvereinbarung. Diese soll nun Früchte tragen.  © imago images/IRTAR-TASS

Im November 2019 startete der FC Erzgebirge eine Kooperation mit dem russischen Spitzenklub Spartak Moskau (TAG24 berichtete). Bislang wurden noch keine Spieler von dort verpflichtet. Doch das könnte sich in diesem Sommer ändern. Was an Präsident Helge Leonhardt und dessen "Ziehsohn" Domenico Tedesco liegt. 

Seit seinem erfolgreichen Drei-Monate-Engagement im Frühjahr 2017 bei den Veilchen sind die beide dicke befreundet. Der gebürtige Italiener rettete in einem furiosen Endspurt dem FCE die Klasse, brachte dann eine halbe Million Euro in die Auer Kassen, als er von Schalke aus seinem Vertrag herausgekauft wurde.

Tedesco gab immer wieder Tipps, zum Beispiel vor zwei Jahren bei Florian Krüger, der aus der Knappenschmiede kam. Oder im umgedrehten Fall half Leonhardt, als er für Tedesco den Kontakt zu Spartak herstellte.

Seit Frühjahr 2017 dicke Freunde: FCE-Boss Helge Leonhardt (l.) und Ex-Trainer Domenico Tedesco, der inzwischen Spartak Moskau trainiert.
Seit Frühjahr 2017 dicke Freunde: FCE-Boss Helge Leonhardt (l.) und Ex-Trainer Domenico Tedesco, der inzwischen Spartak Moskau trainiert.  © picture point/Sven Sonntag

Nun könnte sich für beide Seiten etwas ergeben: "Ich bin mit den Spartak-Verantwortlichen und Domenico regelmäßig im Austausch. Vielleicht entwickelt sich für die kommende Saison das eine oder andere Leihgeschäft", sagte Leonhardt.

Das würde durchaus Sinn machen, denn "Ablösen wollen wir keine bezahlen. Durch die Corona-Krise müssen wir haushalten", erklärte der 61-Jährige schon vor Wochen. Daher sind Leihgeschäfte immer eine gute Alternative. Die letzten waren für den FCE zielführend. In der Saison 2018/19 kam Emmanuel Iyoha von Düsseldorf ins Erzgebirge, machte in Aue unter Daniel Meyer einen gewaltigen Sprung. Gleiches gelang ihm bei Marko Mihojevic, der von PAOK Saloniki kam. Er gehörte in der Hinrunde der abgelaufenen Saison zu den stärksten Verteidigern der Liga.

In der Rückrunde holte dann Dirk Schuster ein Ass aus dem Ärmel, lotste den Dänen Jacob Rasmussen nach Aue. Auch er war unangefochten im Team. Daher bemühen sich Schuster und Leonhardt, den beim AC Florenz unter Vertrag stehenden Abwehrmann erneut auszuleihen. 

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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