DFL-Plan: Aue will Stehplätze, Gäste-Fans und Verpflegung!

Aue - Die DFL-Clubs haben auf Eckpunkte verständigt, wie Geisterspiele bald Geschichte sein könnten. Bis Ende des Jahres soll es keine Gäste-Fans in den Arenen geben, bis 31. Oktober keine Stehplätze und keinen Alkohol-Ausschank. Zudem werden die Tickets personalisiert.

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.  © p.p./Gabor Krieg

Der FCE begrüßt die geplante Teilbefüllung der Stadien, sieht aber Verbesserungsbedarf. "Wir haben in drei Punkten dagegen gestimmt", berichtet Geschäftsführer Michael Voigt.

Konkret gegen das geplante Verbot von Speis und Trank, die Sperrung der Stehplatz-Blöcke und den Ausschluss von Gäste-Fans.

"Ein Versorgungsverbot kann zu ungewollten Menschenansammlungen in direkter Stadionnähe führen, wo Speisen und Getränke dann konsumiert werden", gibt Voigt zu bedenken.

Ein weiterer Aspekt ist der Verzicht auf Stehplätze. "Sicherlich haben die großen Vereine, die auf internationaler Bühne nur Sitzplätze anbieten dürfen, damit weniger Berührungsängste, aber man muss auch die kleinen Vereine und vor allem die weniger gut betuchten Zuschauer beachten", mahnt Voigt. 

Die Auer wünschen sich auch Gäste-Fans im eigenen Stadion - so wie hier die des Hamburger SV in der vergangenen Saison.
Die Auer wünschen sich auch Gäste-Fans im eigenen Stadion - so wie hier die des Hamburger SV in der vergangenen Saison.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir können unsere Stehplätze aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten nicht einfach in Sitzplätze umbauen. Ich darf keinen Unterschied machen, egal ob Steh-, Sitz- oder VIP-Platz. Jeder unterstützt uns mit seinem Beitrag. Selbst wenn es letztlich nur Sitzplätze geben wird, versuchen wir eine Lösung zu finden, dass derjenige, der sich bislang nur eine Stehplatzkarte leisten konnte, nicht benachteiligt wird. Unser Anliegen ist ein Gleichheitsprinzip."

Der FCE habe ein eigenes Hygienekonzept erstellt, das bis zu 5000 Besucher vorsieht, rund ein Drittel der Kapazität des Erzgebirgsstadions. Jahreskartenbesitzer hätten Vorkaufsrecht.

"Zuletzt beliefen sich die Abokarten auf 4000 Stück, wodurch bei gleichbleibenden Zahlen bereits vier Fünftel des Kontingents ausgeschöpft wären", so Voigt. Immerhin würden durch den geplanten Gäste-Ausschluss zusätzliche Sitzplatzkapazitäten frei.

"Ich sehe das Gästeverbot äußerst skeptisch, da auch unser Anhang gerne reist. Was spricht dagegen, die Plätze so aufzuteilen wie im Heimbereich?", fragt Voigt.

Titelfoto: p.p./Gabor Krieg, Picture Point/Sven Sonntag

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