Aue-Coach Schuster: "Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis überhaupt nicht"

Aue - Böses Déjà-vu für den FCE: Bei St. Pauli (1:2) erspielte sich der Kumpelverein Chancen für zwei Spiele und ließ sie bis auf eine ungenutzt. Genauso verhielt es sich Mittwochabend gegen Bochum. Das Ergebnis war dasselbe - ein vermeidbares 1:2.

Bochums Anthony Losilla (Nummer 8) nutzte einen Schnitzer der Auer Abwehr zum 0:2, FCE-Keeper Robert Jendrusch konnte den Treffer nicht verhindern.
Bochums Anthony Losilla (Nummer 8) nutzte einen Schnitzer der Auer Abwehr zum 0:2, FCE-Keeper Robert Jendrusch konnte den Treffer nicht verhindern.  © picture point/Sven Sonntag

Vermeidbar auch, weil die Gegentore zu billig fielen. Das 0:1 resultierte aus einem Ballverlust im Mittelfeld, das 0:2, weil Malcolm Cacutalua einen Standard vor die Füße des Gegners klärte.

Aue hatte das Spiel zuvor im Griff, stand hoch und ging früh drauf. Bochum hatte damit seine liebe Müh und Not. 

"Die ersten 20 Minuten hat uns Aue das Leben sehr schwer gemacht, war aggressiv in den Zweikämpfen", bestätigt VfL-Coach Thomas Reis.

Die Gästeführung sah er als Dosenöffner, das Resultat als Lohn harter Arbeit. "Wir haben verdient drei Punkte mitgenommen", so Reis.

FCE-Coach Dirk Schuster ließ die gegnerische Sicht der Dinge nicht unkommentiert: "Ob verdient oder unverdient, lasse ich mal ein bisschen offen, ein bisschen in Frage gestellt." Aue fuhr viel auf, holte aber zu wenig heraus. Das musste auch Schuster eingestehen: 

16 zu neun Torschüsse und trotzdem verloren

Die Trainer Thomas Reis (l.) und Dirk Schuster waren nach der Partie nicht ganz einer Meinung.
Die Trainer Thomas Reis (l.) und Dirk Schuster waren nach der Partie nicht ganz einer Meinung.  © picture point/Sven Sonntag

"Ich glaube, wir konnten die Bochumer überraschen, weil wir offensiv ausgerichtet waren und auf dem gesamten Feld Mann gegen Mann in Ballnähe gespielt haben. Mit dem ersten vorgetragenen Konter gehen wir in Rückstand. Durch einen Standard fällt dann das 0:2. Nach dem Seitenwechsel haben wir weiter gefightet und wenig zugelassen."

Was Bereitschaft und Mentalität anbelange, habe seine Elf alles probiert. Dass das Resultat nach 16 zu neun Torschüssen trotzdem 1:2 lautete, ärgert den 52-jährigen Fußballlehrer: "Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis überhaupt nicht."

Ziehen sie daraus die richtigen Schlüsse, ist das nicht weiter tragisch, denn der Klassenerhalt ist dank der Schützenhilfe von Jahn Regensburg, das sich parallel 2:1 gegen den Karlsruher SC durchsetzte, endgültig.

"Trotzdem hätten wir den Klassenerhalt gerne aus eigener Kraft geschafft", schmeckt Schuster einen Wermutstropfen im Siegerkelch.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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