Erzgebirge Aue: Macht Krüger eine neue Baustelle auf?

Aue - Bis Mitte Juli ungefähr wollte sich FCE-Präsident Helge Leonhardt Zeit lassen, um personell in die Vollen zu gehen. Die Zeit ist jetzt da, passiert ist auf den Abgang von Dominik Wydra noch nichts. Baustellen gibt es aber noch einige - auf alle Fälle im Abwehrbereich. Eine neue könnte Florian Krüger aufmachen.

Und da macht es bumms: Florian Krüger (r.) nagelt beim 1:0 gegen den Karlsruher SC die Kugel unters Dach. In der abgelaufenen Saison traf er siebenmal, bereitete neun Treffer vor.
Und da macht es bumms: Florian Krüger (r.) nagelt beim 1:0 gegen den Karlsruher SC die Kugel unters Dach. In der abgelaufenen Saison traf er siebenmal, bereitete neun Treffer vor.  © picture point/Sven Sonntag

Der 21-Jährige war in der abgelaufenen Saison einer der stärksten im Team, schoss sieben Tore und legte neun auf. Als Schalke die Rückkaufklausel im Mai nicht zog, war ganz Aue froh. Doch jetzt ruft wohl der nächste Bundesligist: Union Berlin!

Die Eisernen suchen Ersatz für Sebastian Andersson, der von mehreren Vereinen heiß umworben ist. Die Spur führt nach Aue und das nicht von ungefähr: Union-Sportdirektor Oliver Ruhnert war bis vor drei Jahren Nachwuchsleiter bei Schalke - von dort kam Krüger 2018 ins Erzgebirge. Er hat noch Vertrag bis 2021, würde zumindest eine stattliche Summe einbringen.

Leonhardt äußert gegenüber dem Kicker, dass er nichts von einem Angebot wisse und der Stürmer auch keine Ausstiegsklausel besitze. "An uns ist keiner herangetreten", sagt er. Was aber nichts heißen muss. Eine Stange Geld würde am Ende viel regeln.

Union-Sportdirektor Oliver Ruhnert.
Union-Sportdirektor Oliver Ruhnert.  © dpa/Sören Stache

Kommt Nicolai Rapp zurück?

2018 kam Florian Krüger aus Schalke, jetzt könnte es ihn nach Berlin ziehen.
2018 kam Florian Krüger aus Schalke, jetzt könnte es ihn nach Berlin ziehen.  © picture point/Sven Sonntag

"Mir wäre es aber lieber, Florian würde bleiben." Dann könnte sich der Boss um die anderen Baustellen kümmern. Da wären nämlich auch noch jene Kicker, deren Vertrag am 30. Juni ausgelaufen ist: Dennis Kempe, Patrick Strauß und Robert Jendrusch. Nach TAG24-Informationen soll da diesen Monat auch nichts passieren.

Auf der letzten Aufsichtsratssitzung soll sich Dirk Schuster vor allem für Kempe stark gemacht haben. Dass er ihn behalten möchte, ist kein Geheimnis. Zu viel von seiner Statur und Größe hat der Coach auch nicht. Aus Kempes Umfeld war aber zu hören, dass schnellst möglich Klarheit herrschen soll und sich der 33-Jährige auch nach anderen Vereinen Ausschau hält, halten muss - sicher ist sicher.

Und so bleibt derzeit nur die Gerüchteküche und die spuckt führt die defensive Abteilung einen interessanten wie bekannten Namen aus: Nicolai Rapp. Er soll aus Darmstadt kommen. Dorthin war er ausgeliehen - von Union. Von Aue nach Berlin wechselte er im Januar 2019. Er wurde dort nicht glücklich. Vielleicht auch eine Warnung für Krüger? Oder wird es ein Tausch? Man weiß es nicht. 

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0