Erzgebirge Aue: Gaetan Bussmann, der Neue aus dem "Aue Frankreichs"

Opalenica - Gaetan Bussmann ist ein ruhiger, aber auch aufgeschlossener Zeitgenosse, wie sich im TAG24-Gespräch im Auer Trainingslager in Opalenica schnell zeigte.

Gaetan Bussmann während des Trainings. Dr Franzose gilt als Teamplayer und Malocher, passt also ins Erzgebirge.
Gaetan Bussmann während des Trainings. Dr Franzose gilt als Teamplayer und Malocher, passt also ins Erzgebirge.  © Picture Point/Roger Petzsche

Es ging los mit einer lockeren Begrüßung und etwas Smalltalk auf Französisch. Nach drei, vier Sätzen wechseln wir ins Deutsche, was Bussmann keinerlei Schwierigkeiten bereitet.  Er spricht es fließend, mit einem charmanten Akzent.

Vier Jahre hat der 29-Jährige hierzulande verbracht. Sieht man vom halbjährigen Intermezzo beim SC Freiburg ab, ausschließlich in Mainz. Als der Erstligist 2017 mit ihm um zwei Jahre verlängerte, lobte dessen Sportchef Rouven Schröder den Franzosen als "Teamplayer" und "eine zuverlässige, in sich ruhende Persönlichkeit, die diese Charaktereigenschaften gemeinsam mit einer ausgeprägten Kampfkraft einbringt".

Für die 05er bestritt Bussmann bis letztes Jahr 35 Partien, kam dadurch 2018 schon einmal ins Erzgebirge. "Das war im DFB-Pokal", blickt das neue Veilchen aufs 3:1 seines Ex-Clubs zurück, Bussmann kam dabei allerdings nicht zum Einsatz.

Bei ihm weckte der Abstecher sofort Erinnerungen an seine französische Heimatstadt Epinal. "Das ist eine Kleinstadt im Osten Frankreichs, an den Bergen der Vogesen. Das 'Aue Frankreichs' sozusagen", muss Bussmann schmunzeln.

Gutes Verhältnis zwischen Bussmann und Schuster

Die Eingewöhnung dürfte ihm also nicht allzu schwer fallen. Zumal Gattin Pauline und Sohnemann Eden sofort mitkommen.

Außerdem von Vorteil ist das gute Verhältnis zu Coach Dirk Schuster. "Vor drei Jahren wollte er mich von Mainz nach Darmstadt holen", erklärt Bussmann. Damals fand man nicht zusammen, diesmal dagegen sehr rasch. "Das war eine Woche vor der Verpflichtung. Ich freue mich, mit ihm zusammenzuarbeiten", betont der Linksverteidiger.

Für ihn fühlte es sich gut an. Als Bussmann 2019 wieder in sein Heimatland zurückkehrte, um sich Zweitligist EA Guingamp anzuschließen, spürte er sofort den Unterschied und merkte, was fehlt: "In Frankreich wird viel taktiert, in Deutschland mehr nach vorne gespielt und stärker gearbeitet. Das gefällt mir."

Der Kumpelverein darf sich also auf einen Malocher freuen.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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