Aue-Boss Leonhardt erwartet Millionenverluste

Aue - Von Vicco von Bülow alias Loriot stammt der berühmte Satz: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." Ersetzt man "ein Leben ohne Mops" durch "Fußball ohne Zuschauer" nähert man sich des Pudels eigentlichem Kern an, um bei der Sprache zu bleiben. FCE-Präsident Helge Leonhardt unterstreicht das sofort.

Auch als Maskenmann zeigte sich FCE-Boss Helge Leonhardt gewohnt kämpferisch.
Auch als Maskenmann zeigte sich FCE-Boss Helge Leonhardt gewohnt kämpferisch.  © picture point/Sven Sonntag

"Bleiben die strikten Vorgaben über den Sommer hinaus bestehen, starten wir mit Geisterspielen in die neue Saison. Dann wären ungefähr zwei bis drei Millionen Euro weg", malt der Klubboss den Teufel an die Wand: "Man muss sich doch mal vor Augen führen, dass nicht nur unsere Zuschauer wegbleiben, sondern auch viele wichtige Sponsoreneinnahmen ausfallen, gerade im VIP- und Hospitality-Bereich."

Die Politik scheint die Signale gehört zu haben. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer plädierte in der "Bild am Sonntag" dafür, dass "Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden."

"Ich sehe Land in Sicht und der Ministerpräsident hat da eine klare Kompetenz", meint Steuermann Leonhardt

Wer jetzt zu fröhlichem Jauchzen ansetzt, bekommt sofort den Anker vor die Füße geworfen. "Unserem Verein steht eine brutale Restrukturierung bevor. Es wird zwangsläufig Einstriche in allen Bereichen geben", erklärt Leonhardt und wird konkret: "Wir müssen uns zusammensetzen und genau ausloten, wie wir in unser aller Sinne das Budget, das uns dann zur Verfügung steht, anpassen. Das betrifft alle Bereiche des Clubs - nicht nur die Profis."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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