Beton anrühren oder aufmachen? Aues Fandrich setzt auf die "eklige" Option!

Aue - Setzt der FC Erzgebirge brutal auf Ergebnis-Fußball und stellt sich hintenrein, wird mit den Augen gerollt. Versuchen die "Veilchen" mitzuspielen und holen sich dadurch gegen fußballerisch einfach besser veranlagte Gegner eine blutige Nase, ist das Geschrei noch größer. Wie sie es machen, sie können nur verlieren - auch am Sonntagnachmittag gegen Hannover 96?

Clemens Fandrich bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum am Ball. Heute gegen Hannover 96 hofft der Auer auf ein besseres Ergebnis.
Clemens Fandrich bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum am Ball. Heute gegen Hannover 96 hofft der Auer auf ein besseres Ergebnis.  © picture point/Sven Sonntag

"Ehrlich gesagt, würden wir gerne attraktiv und erfolgreich spielen. Wenn das nicht geht, spiele ich lieber eklig. Hauptsache am Ende stimmt das Ergebnis", bringt es Clemens Fandrich auf einen simplen Nenner.

Die Lila-Weißen haben nach (nahezu) geschafftem Klassenerhalt mehr gewagt, traten offensiver auf, standen höher und unterlagen zweimal mit 1:2.

"Es ist bitter, dass wir uns weder gegen Sankt Pauli noch Bochum mit wenigstens einem Zähler belohnen konnten", schüttelt Fandrich den Kopf: "Ralf Rangnick hat uns früher bei RB Leipzig gepredigt, dass wir bei zwei Gegentoren halt drei schießen müssen. Doch das gelingt dir nicht jedes Mal. Deswegen lieber ein Tor schießen und hinten dicht halten."

Doch das ist die Krux: Zu häufig verspielte Aue ein 1:0. "Kritik ist hier gerechtfertigt. Da müssen wir mit Blick auf nächste Saison besser werden. Besser noch, wenn wir in den verbleibenden Spielen damit anfangen", blickt "Fanne" aufs Match gegen Hannover und das Saison-Halali kommenden Sonntag in Regensburg.

Er selbst bekam im nahezu bedeutungslosen Aufeinandertreffen mit Bochum - und genau das war es, ein Aufeinandertreffen vor allem körperlicher Natur - kurz vor Schluss auf Höhe der Mittellinie mächtig einen auf die Socken und musste behandelt werden. "Ich beiße auf die Zähne", ist Fandrich bereit fürs letzte Heimspiel der Saison.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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