"Good luck!" Mihojevic verlässt den FCE

Aue/Trebinje - Irgendwie hatte es sich abgezeichnet: Marko Mihojevic verlässt den FC Erzgebirge zum Saisonende. Dabei gab weniger das Finanzielle, sondern vielmehr die mangelnde Perspektive den Ausschlag. 

Der Treffer zum 3:2 gegen Nürnberg sollte der einzige für Marko Mihojevic im Auer Trikot bleiben. Immens wichtig war er allemal.
Der Treffer zum 3:2 gegen Nürnberg sollte der einzige für Marko Mihojevic im Auer Trikot bleiben. Immens wichtig war er allemal.  © picture point/Sven Sonntag

"Thank you for everything and good luck", schrieb der 24-Jährige Dienstagabend auf seinem Instagram-Profil an den FCE gerichtet. Eine schlichte Botschaft besiegelt sein einjähriges Engagement im Lößnitztal.

Mihojevic hat die Zelte bereits abgebrochen und befindet sich auf dem Weg in seine bosnische Heimat Trebinje. Für den Kumpelverein ist es ein herber Verlust, denn die Leihgabe von PAOK Saloniki spielte sich sofort in die Startelf und erwies sich in der Hinrunde als Leistungsträger.

Das Fachblatt "Kicker" sah ihn als einen der Top-Vier Verteidiger der 2. Bundesliga.

Bis zur Corona-Pause war Mihojevic noch mehr oder minder gesetzt - aber nicht mehr vollumfänglich. Der Bruch kam mit dem Re-Start, den der Innenverteidiger wegen einer vorherigen Blessur am Sprunggelenk verpasste.

Unglücklich war die Art und Weise, wie sein Fehlen auf dem Spielberichtsbogen gegen Sandhausen kommuniziert oder besser gesagt totgeschwiegen wurde (TAG24 berichtete). Ab da wurde es ein Abschied auf Raten.

Marko Mihojevic verabschiedet sich bereits nach einem Jahr von den Auer Fans.
Marko Mihojevic verabschiedet sich bereits nach einem Jahr von den Auer Fans.  © picture point/Sven Sonntag

PAOK soll Interesse an Transfer gehabt haben

Njegos Kupusovic wird Aue auch im Sommer verlassen.
Njegos Kupusovic wird Aue auch im Sommer verlassen.  © picture point/Sven Sonntag

Nach TAG24-Informationen legte sich Klubboss Helge Leonhardt ins Zeug, wollte mit PAOK eine nochmalige Leihe aushandeln, biss dabei aber auf Granit, weil die Gegenseite die Perspektive unter Coach Dirk Schuster nicht gegeben sah.

Außerdem soll sein griechischer Arbeitgeber eher Interesse an einem Transfer gehabt haben. Aue hätte hierzu 800.000 Euro auf den Tisch legen müssen - was vor Corona sicherlich möglich gewesen wäre, aber nicht bei der angespannten Liquiditätslage, die die Pandemie mit sich brachte.

Neben Mihojevic wird auch Njegos Kupusovic, Leihspieler von Roter Stern Belgrad, die Veilchen im Sommer wieder verlassen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0