Männel brachte Sieg mit nach Hause: Aue besteht Geisterspiel-Feuertaufe!

Aue - Der Corona-Re-Start war etwas völlig Neues für den deutschen Profi-Fußball. Was wurde nicht alles geunkt. Selbstverständlich gab es viele Unwägbarkeiten, mit denen sich auch der FC Erzgebirge arrangieren musste. Der Kumpelverein tat es ohne zu murren und kehrte mit einem 3:1-Heimsieg gegen den SV Sandhausen aus der zehnwöchigen Spielpause zurück. TAG24 sprach danach mit Kapitän Martin Männel über...

Martin Männel geht zum Ball und klärt gegen die Sandhäuser.
Martin Männel geht zum Ball und klärt gegen die Sandhäuser.  © DPA/Robert Michael

... die Geisterspiel-Feuertaufe: "Feuertaufe trifft es ganz gut. Ein Pflichtspiel unter diesen Voraussetzungen hat von uns noch niemand erlebt. Hinzu kam die ungewohnte Situation, wegen der verpflichtenden Quarantäne vor dem Re-Start bei einem Heimspiel aus dem Hotel heraus zu starten. Danach die Erwärmung und später der Einmarsch ohne Zuschauer, die sonst beim Steigerlied ihre Schals nach oben strecken. All das hat gefehlt - leider"

.... die Charakterfrage: "Die äußeren Bedingungen fühlen sich nach Trainingsspiel an, aber auch das will man doch immer gewinnen. Ich glaube, hier zeigt sich dann auch der Unterschied. Welcher Mannschaft gelingt es, sich gegenseitig besser anzufeuern und zu unterstützen. Am Sonnabend ist uns beides sehr gut gelungen. Nach meinem Empfinden waren wir die lautere Mannschaft, haben untereinander mehr Kommandos gegeben, was die Spannung hochhielt."

Martin Männel wirkte manchmal fast einsam vor seinem Kasten, blieb aber immer hochkonzentriert.
Martin Männel wirkte manchmal fast einsam vor seinem Kasten, blieb aber immer hochkonzentriert.  © picture point/Sven Sonntag

Das war für Martin Männel das Highlight nach der Quarantäne

Die Wiedersehensfreude mit Sohn Anton, dessen Bruder Max und Mama Doreen war im Hause Männel nach dem Spiel besonders groß.
Die Wiedersehensfreude mit Sohn Anton, dessen Bruder Max und Mama Doreen war im Hause Männel nach dem Spiel besonders groß.  © picture point/Sven Sonntag

... wieso ein lautes Organ in seiner Doppelfunktion als Kapitän und Keeper wichtig ist: "Ich versuche, nicht nur die letzte Reihe zu coachen, sondern auch nach vorne Laufwege vorzugeben, da ich von hinten einen guten Überblick habe. Außerdem muss ich motivieren und aufmuntern, wenn mal etwas verrutscht. Vor vollen Rängen kommt nicht jedes Kommando an. Jetzt gehen sie dafür nicht unter."

... Aues Auswärtsschwäche: "Ob daheim oder auswärts, nun ergibt sich fast immer dasselbe Bild, weil der Faktor gegnerische Fans entfällt. Allerdings wird auch Sandhausen bei uns damit geliebäugelt haben. Entscheidend in meinen Augen ist, gut ins Spiel hineinzufinden und kompakt zu stehen. Nicht jedes Mal werden wir gleich nach fünf Minuten führen und ein Mann mehr sein."

... sein Highlight am Re-Start-Wochenende: "Wir durften nach einwöchiger Quarantäne erstmals wieder unsere Familienangehörigen sehen. Dieser Moment, nach Hause zu kommen, meine Frau Doreen und die beiden Söhne Anton und Max in die Arme zu schließen, hatte schon etwas ganz Besonderes. Hoffentlich verlaufen die nächsten Wochen genauso positiv und wir bekommen die ausstehenden acht Partien ordentlich über die Bühne."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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