Starke Lilien siegen mit 3:1 bei Erzgebirge Aue

Aue -  Das Verfolgerduell wurde zur einseitigen Angelegenheit! Der FC Erzgebirge bezog trotz früher Führung gegen den SV Darmstadt 98 eine 1:3 (1:1)-Pleite.

Dimitrij Nazarov gratuliert Florian Krüger zum 1:0 für Aue.
Dimitrij Nazarov gratuliert Florian Krüger zum 1:0 für Aue.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Die Gäste meldeten vom Anpfiff weg Ansprüche auf den Dreier an. Mathias Honsak setzte sich im Strafraum durch und traf an den Außenpfosten (2.). Serdar Dursun verlängerte einen Kopfball von Victor Palsson in die Arme von Robert Jendrusch (7.), der den gesperrten Martin Männel (5. Gelbe) zwischen den Pfosten vertrat.

Die Lilien machten das Spiel und setzten sich tief in der Auer Hälfte fest, was sie konteranfällig machte. Und plötzlich stand es 1:0. Dimitrij Nazarov verlängerte einen weiten Befreiungsschlag von Jendrusch zu Krüger (8.), der das Leder erst an Matthias Bader verlor, aber sofort nachsetzte. Statt zu klären, vertändelte Bader am rechten Strafraumeck leichtfertig und lud Krüger förmlich ein.

Doch auch Aue verteilte Geschenke. Louis Samson klärte nicht konsequent, womit er Sören Gonther unnötig in Bredouille brachte. Dessen Rückpass geriet zu kurz und wurde zur Steilvorlage für Braydon Manu, der von Männel-Vertreter Jendrusch an der linken Strafraumkante unnötig gefällt wurde. 

Ex-Veilchen Kempe (19.) versenkte den folgerichtigen Elfmeter eiskalt oben links. Ärgerlich: Aue half wie zuvor schon gegen Sandhausen und Nürnberg mit.

Darmstadt gab klar den Ton an

Aues Dennis Kempe im Zweikampf mit Matthias Bader.
Aues Dennis Kempe im Zweikampf mit Matthias Bader.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Die Lilien gaben klar den Ton an und kamen auf nahezu 70 Prozent (!) Ballbesitz, weil sie im Mittelfeld schalten und walten konnten, wie es ihnen beliebte. Dazu leistete sich die Schuster-Elf unnötige Böcke. 

Als Jendrusch bei einer Co-Produktion der Ex-Auer Kempe und Nicolai Rapp (47.) zu spät kam, entschied Schiedsrichter Christof Günsch auf Tor, revidierte sein Urteil nachdem Video-Assistent Felix Zwayer Abseits angezeigt hatte.

Das musste eigentlich der Schuss vor den Bug sein, doch er war es nicht. Darmstadt durfte weiter seine Kreise ziehen. Kempe narrte zwei Gegenspieler, steckte auf das dritte Ex-Veilchen im Lilien-Trikot, Sebastian Hertner, der auf den ungedeckten Serdar Dursun (72.) flanken konnte - 1:2.

Die zweite Heimniederlage zeichnete sich mehr und mehr ab. Neun Minuten später war sie nahezu besiegelt. John Patrick Strauß hob das Abseits auf und Dursun (81.) sagte Danke.

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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