Erzgebirge Aue schickt Sandhausen nach Corona-Break mit 3:1 nach Hause

Aue - Der FC Erzgebirge meldet sich nach der Corona-Pause erfolgreich zurück! Zum Re-Start setzte sich die Schuster-Elf im leeren Erzgebirgsstadion gegen den SV Sandhausen mit 3:1 (1:0) durch.

Dimitrij Nazarov sorgte mit seinem Elfmeter für die frühe Führung von Aue
Dimitrij Nazarov sorgte mit seinem Elfmeter für die frühe Führung von Aue  © picture point/Sven Sonntag

"Von der ersten Minute an wach sein", ermahnte Kapitän Martin Männel seine Vorderleute beim Anpfiff und traf den richtigen Nerv. Die Veilchen waren im ersten Geisterspiel der Vereinsgeschichte sofort da. 

Jan Hochscheidt öffnete genial die Gasse für Florian Krüger, der sich im Laufduell vor Dennis Diekmeier behauptete. Sandhausens Kapitän zupfte leicht an der linken Hüfte und brachte Krüger so aus dem Tritt.

Schiri Florian Badstübner entschied sofort auf Strafstoß und zückte obendrein glatt Rot wegen Notbremse (4.). Da befindet man sich zehn Wochen im Wartestand und fliegt vier Minuten nach dem Re-Start vom Platz. Sachen gibt's.

Allerdings war es auch eine sehr harte Entscheidung, da Alexsandr Zhirov wohl noch hätte eingreifen können. Dimitrij Nazarov (5.) konnte es egal sein. Der Eisvogel schnappte sich die Kugel, verlud Martin Fraisl und schob halbrechts ein.

Sandhausen gelingt Anschlusstreffer

Florian Krüger köpft zum 2:0 für Aue ein.
Florian Krüger köpft zum 2:0 für Aue ein.  © picture point/Sven Sonntag

Auch das gehört in Corona-Zeiten dazu. Der Torjubel fiel gedämpft aus. "Abgeklatscht" wurde mit den Ellenbogen. Irgendwie hatte das alles sehr viel von Testspiel-Charakter.

So plätscherte die Partie erstmal dahin, bis sich Krüger halbrechts energisch gegen Gerrit Nauber durchsetzte und abzog (30.). Fraisl bekam da gerade noch die Finger hinter den Ball und wehrte zur Ecke ab.Sandhausen kompensierte die Unterzahl recht gut und lullte Aue ein

 Die Schuster-Elf war zu behäbig, was Nauber beinahe bestrafte (60.). FCE-Präsident Helge Leonhardt meldete sich sofort mit lautstarken Zwischenrufen von der Tribüne. Die passende Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Lasst uns mal spielen", entgegnete Männel nach oben.

Es wirkte als Initialzündung. Krüger (64.) entwischte seinem Bewacher Denis Linsmayer und stellte auf 2:0. Der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Malcolm Cacutalua (69.) erhöhte nach Hochscheidt-Ecke.Damit war der Drops aber noch nicht gelutscht, weil Clemens Fandrich den dezimierten Gästen unfreiwillig zurück verhalf.

Sein Rückpass auf Männel geriet zu kurz und Julius Biada (80.) spritzte dazwischen. Kommt Leart Paqaradas Distanzschuss genauer, wird es nochmal richtig eklig (84.). Doch so brannte nix mehr an.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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