Aue verliert gegen VfL und ist endgültig gerettet

Aue - Ohne Zuschauer nix los! Der FC Erzgebirge verliert gegen den VfL Bochum mit 1:2 (0:2) und bezieht die zweite Heimpleite seit dem Corona-Re-Start.

Voller Einsatz von Aues Jan Hochscheidt.
Voller Einsatz von Aues Jan Hochscheidt.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Dabei begann Aue forsch. Clemens Fandrich fing einen Ball in der gegnerischen Hälfte ab, steckte zu Pascal Testroet, der Jan Hochscheidt freispielte. Der ließ seinen Gegenspieler gekonnt aussteigen und zog aus 17 Metern zentral ab. Dem Schuss fehlte jedoch die gewisse Schärfe, um VfL-Keeper Manuel Riemann ernsthaft zu fordern (15.).

Der quirlige Auftritt brachte Bochum ordentlich ins Grübeln, aber nach ungefähr 20 Minuten hatten sie das richtige Rezept gefunden und nutzten die tiefen Räume, die die hoch stehenden Veilchen anboten. Bei einem langen Ball auf Danilo Soares stimmte die Kommunikation zwischen John Patrick Strauß und Keeper Robert Jendrusch nicht. Glücklicherweise konnte der Gegner daraus kein Kapital schlagen (23.).

Die Elf von Thomas Reis erhöhte jetzt kontinuierlich den Druck. Jordi Osei-Tutu ging zur Grundlinie durch, legte flach zurück auf den völlig freien Thomas Eisfeld - 0:1. Auf der Gegenseite bewies Riemann bei einem gefühlvollen Hochscheidt-Schuss aus 20 Metern, wieso er seit dem 22. Februar nicht mehr hinter sich greifen musste (37.).

Samson fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

Aues Dimitrij Nazarov im Zweikampf mit Anthony Losilla.
Aues Dimitrij Nazarov im Zweikampf mit Anthony Losilla.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Für Aue war es ein extrem schwieriges Unterfangen, dass der Ex-Bochumer Malcolm Cacutalua nicht gerade einfacher machte. Einen Freistoß von Eisfeld klärte er an den eigenen Fünfer zu Anthony Losilla (42.) - 0:2.

Es ist ja nicht so, dass Bochum auf der Gegenseite nicht auch zu solchen Gelegenheiten einlud, aber sie blieben ungenutzt. Soares verschätzte sich bei einem Diagonalball, sodass Calogero Rizzuto frei zum Flanken kam. Im Strafraum bekam die Abwehr keinen Zugriff, doch Dennis Kempe vergab am langen Pfosten völlig ungedeckt (52.). Den Willen konnte man der Schuster-Elf zu keiner Zeit absprechen, allerdings fehlte trotz teilweise 67 Prozent Ballbesitz der letzte Druck, so wie beim Abschluss von Kempe (65.), der Riemann allenfalls ein müdes Lächeln abrang.

Kurz vor Ultimo kam unnötig Farbe ins Spiel. Erst "verdiente" sich Louis Samson binnen zwei Minuten Gelb-Rot (85.). Milos Pantovic stieg Nazarov auf die Ferse und sah gar glatt Rot (87.). Fußball gespielt wurde auch noch: Njegos Kupusovic (90.+4) verkürzte.

Fast noch wichtiger: Weil Regensburg parallel gegen Karlsruhe 2:1 gewann, hat Aue den Klassenerhalt sicher.

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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