Aue-Geschäftsführer Michael Voigt: "Unserer Erwerbsgrundlage beraubt"

Aue - Der FC Erzgebirge hatte ein Hygienekonzept vorgelegt und vom Gesundheitsamt genehmigt bekommen, das 4411 Zuschauer vorsah. Zum ersten Heimspiel gegen Fürth durften wegen steigender Infektionszahlen trotzdem nur 999 Zuschauer ins Erzgebirgsstadion. Seit Montag gilt der Erzgebirgskreis als Corona-Risikogebiet und die Kapazität wurde infolgedessen nochmals auf nunmehr 500 halbiert.

Nur 500 Zuschauer werden am Sonntag beim Heimspiel gegen Heidenheim im Erzgebirgsstadion dabei sein.
Nur 500 Zuschauer werden am Sonntag beim Heimspiel gegen Heidenheim im Erzgebirgsstadion dabei sein.  © picture point/Sven Sonntag

Waren also alle Bemühungen für die Katz? "Die verordneten Maßnahmen sind teils nicht mehr nachvollziehbar", schüttelt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt den Kopf. 

"Im Stadion herrschen klare Hygiene- und Abstandsregeln. Die Kontaktnachverfolgung ist gewährleistet. Und es sollte nicht vergessen werden, dass es sich um eine Freiluft-Veranstaltung handelt", gibt Voigt zu bedenken.

Die dynamische Corona-Lage, die sich ändernden Maßnahmen und die Ergebnisse vom Corona-Gipfel in Berlin verfolgen die Veilchen mit einer Mischung aus Ohnmacht, Frust und Galgenhumor. 

"Hätten wir vor der Saison eine Ausweichspielstätte inklusive Hygienekonzept benennen können, die beispielsweise im Vogtland liegt, könnten wir dort am Wochenende vor über 1000 Zuschauern spielen. Aber mal im Ernst. Wir bleiben auf den Kosten für den Spieltagsbetrieb sitzen und gleichzeitig fehlen Einnahmen aus Catering und Vermarktung", so Voigt.

Der FC Erzgebirge prüft Ausgleichsansprüche

Nicht nur für FCE-Geschäftsführer Michael Voigt sind die verordneten Maßnahmen nicht immer nachzuvollziehen.
Nicht nur für FCE-Geschäftsführer Michael Voigt sind die verordneten Maßnahmen nicht immer nachzuvollziehen.  © picture point/Sven Sonntag

Von den jüngsten Anordnungen des Erzgebirgskreises sind vor allem Mindereinnahmen im Bereich VIP- und Hospitality zu erwarten. 

"Da in geschlossenen Räumen nur noch 50 Personen zusammenkommen dürfen, können wir den VIP-Raum zusperren", erklärt Voigt.

Um sich nicht auf Dauer zum Spielball der Politik zu machen, prüft der Kumpelverein Ausgleichsansprüche. 

"Wir werden als Wirtschaftsunternehmen unserer Erwerbsgrundlage beraubt. Während andere Firmen, auch Großbetriebe, ihre Produktion fortführen dürfen, werden wir massiv eingeschränkt. Da muss die Frage erlaubt sein, inwiefern die Landesregierung hier eingreifen kann", meint Voigt.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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