Aue vor Auftakt: Corona-Folgen prophezeit! Helge Leonhardt, der weise Präsident

Aue - Selten wurde ein Trainingsstart mit solcher Spannung erwartet wie dieser. Aues Präsident Helge Leonhardt wird um 11 Uhr zusammen mit Trainer Dirk Schuster und Geschäftsführer Michael Voigt den Startschuss geben. 

FCE-Präsident Helge Leonhardt (61) lag mit seinen Aussagen zu den Folgen der Corona-Krise im Profifußball bislang absolut richtig.
FCE-Präsident Helge Leonhardt (61) lag mit seinen Aussagen zu den Folgen der Corona-Krise im Profifußball bislang absolut richtig.  © picture point/Sven Sonntag

Alle warten auf die ersten Neuen. Aber eines muss man dem 61-Jährigen schon jetzt lassen: Mit seinen Aussagen zur Coronavirus-Pandemie rund um den Saisonabschluss Ende Juni lag er absolut richtig.

1. Leonhardt war es, der nach dem erfolgreichen Re-Start als Erster von einer Pandemie-Klausel in den Verträgen der Spieler und Trainer sprach. 

Die Klausel erlaubt, bei möglichen Ausfällen Anpassungen vorzunehmen. 

Acht Vereine - darunter Frankfurt, Bremen und Schalke - haben diese Klausel nun. Aue auch.

2. "Wir werden bis Mitte Juli nichts unternehmen", sagte er nach dem Abschluss in Regensburg. Jetzt ist August, der FCE hat seine Personalplanungen in Sachen Neuzugängen zumindest offiziell noch nicht vorangetrieben. Zeit vor Schnellschuss also. 

Mal sehen, ob heute was passiert.

3. Ein Grund dafür: Die Vereine müssen sparen. 

"Es werden noch Spieler auf den Markt kommen, die es jetzt noch nicht wissen, dann aber froh sein werden, einen guten Zweitligisten zu bekommen", sagte Leonhardt vor zwei Wochen. Auch das tritt nach und nach ein, Beispiel Hannover: Dort müssen mit Edgar Prib und Marvin Bakalorz Kapitän und Stellvertreter trotz laufender Verträge gehen.

Coronavirus-Pandemie: Vereine müssen auf Ausgaben genau achten

4. "Kein Verein wird es sich groß leisten können, Ablösesummen zu bezahlen. Wir wollen das auf keinen Fall", erklärte der Präsident Anfang Juli. Stand jetzt hat er auch damit Recht. Mit Fortuna Düsseldorf hat ein Verein von 18 der 2. Liga bisher Geld in die Hand genommen. Die Fortunen holten für 500000 Euro Jakub Pitrowski aus Genk.

Das Transferfenster ist zwar noch bis zum 5. Oktober geöffnet, doch so viel wird sich nicht ändern. Sparsamkeit ist angesagt, "ablösefrei" oder "Leihe" sind die Zauberwörter. "Der Spielermarkt wird sich bereinigen", so Leonhardt.

Voriges Jahr im Sommer gaben die 18 Zweitligisten insgesamt 58 Millionen Euro für Neuzugänge aus. Davon ist die Liga diesmal weit, weit, weit entfernt.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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