Aue im Teamcheck: Rückkehrer Fandrich ein Hoffnungsträger!

Aue - Am Samstag startet der FC Erzgebirge Aue bei Spitzenreiter FC St. Pauli in die restliche Rückrunde. Kein leichtes Unterfangen. Doch die Uhr tickt gnadenlos. Noch 16 Spieltage verbleiben Aue, um über den Strich zu kommen. TAG24 macht vorab den Teamcheck.

Soufiane Messeguem (20) fällt wegen eines Muskelbündelrisses mehrere Wochen aus.
Soufiane Messeguem (20) fällt wegen eines Muskelbündelrisses mehrere Wochen aus.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der Kader: Neuzugang Jannis Lang (19, Wolfsburg) verstärkt die Abwehr. Für die Offensive wurden Jann George (29, Regensburg) und Prince Osei Owosu (25, Paderborn) nachverpflichtet. Der gesuchte Knipser ist nicht dabei. Aue benötigt vorne Qualität, nicht Quantität, wie die Fehleinkäufe im Sommer bewiesen.

Antonio Mance (26) konnte nicht im Ansatz überzeugen. Babacar Gueye (27) und Nikola Trujic (29) sind bemüht. Dass mit Antonio Jonjic (22, 5 Tore) ein Mittelfeldspieler bester Knipser ist, spricht Bände.

Zuversicht stiften die jungen Wilden Jonjic (22), Soufiane Messeguem (20) oder Nicolas Kühn (22), die in der Hinrunde Fortschritte machten. Dazu kehren Clemens Fandrich (31), nach sieben Spielen Sperre, und Philipp Riese zurück - Aues eingespielte Doppelsechs des Vorjahres.

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FC Erzgebirge Aue Aue-Teamchef Hensel zu Owusu-Debüt: "Dankbar, dass es funktioniert hat"

Die Vorbereitung: FCE-Teamchef Marc Hensel (35) peitschte ein straffes Programm durch. Aus der vollen Belastung heraus wurde bei Drittligist Hallescher FC (1:0) und Dynamo Dresden (0:5) getestet. Die Generalprobe beim Erzrivalen ging auf Wunsch der Veilchen gar über 3x45 Minuten.

Hensel ließ die Belastung aber nicht als Ausrede für die haushohe Pleite gelten: "Erst recht in einem Derby muss ich mich überwinden wollen. Natürlich hatten wir davor massiv trainiert, aber daran lag es nicht und darf auch keine Ausrede sein, warum man einen Zweikampf nicht gewinnt."

FCE-Teamchef Marc Hensel (35) wurde von seiner Mannschaft beim Test in Dresden regelrecht im Schneeregen stehengelassen.
FCE-Teamchef Marc Hensel (35) wurde von seiner Mannschaft beim Test in Dresden regelrecht im Schneeregen stehengelassen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mit dieser Startelf geht der FC Erzgebirge Aue ins Rennen

Kehrt nach langer Sperre zurück: Clemens Fandrich (31, Nummer 5) wird von Dynamos Neuzugang Oliver Batista Meier (20) festgehalten.
Kehrt nach langer Sperre zurück: Clemens Fandrich (31, Nummer 5) wird von Dynamos Neuzugang Oliver Batista Meier (20) festgehalten.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Startelf: Keeper Martin Männel (33), Sören Gonther (35), Clemens Fandrich (31) und Dimitrij Nazarov (31) bilden die erfahrene Achse. John Patrick Strauß (25) und Jonjic sowie die Neuzugänge Anthony Barylla (24), Dirk Carlson (23) sowie Messeguem waren ebenfalls gesetzt.

Omar Sijaric (20) fällt wegen einer schweren Erkrankung für die restliche Rückrunde aus. Neuzugang George soll ihn ersetzen. Nicolas Kühn (22) dürfte mit Ben Zolinski (29) und Jan Hochscheidt (34) um einen Platz rangeln.

Fandrich und Riese heizen den Konkurrenzkampf im Mittelfeld an. Messeguem zog sich kurz vor dem Auftaktspiel einen Muskelbündelriss zu und fällt mehrere Wochen aus.

Aue-Abwehrchef Gonther: "Der Punkt ist verdient und darauf bauen wir auf"
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Teamgeist: Vergangene Woche ging es unter Tage. Bei einer Bergwerks-Tour nach Schneeberg-Neustädtel bekamen die FCE-Profis vor Augen geführt, wie im Erzgebirge seit jeher mit Hände harter Arbeit geschafft wird. "Der Gedanke, dass da mehrere Stunden in kompletter Dunkelheit so eine Kraftanstrengung unternommen wurde, um nur Stück für Stück voranzukommen. Das muss man würdigen!", findet Neuzugang George.

Dieses "Wir für die Region", die viel zitierte "Wismut-DNA" macht Aue aus. Sie allein kann im Abstiegskampf aber keine Berge versetzen. Dafür sind die Veilchen schon selbst zuständig, indem sie nach einem Rückstand nicht komplett einknicken, wie zur Generalprobe in Dresden.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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