Aue-Keeper Männel jetzt allein der Dienstälteste: 14. Saison und zwölfter Trainer

Aue - Marc Schnatterer (35) hat den Verein gewechselt, jetzt ist er allein der Dienstälteste: Aues Kapitän Martin Männel (33). Gekommen am 1. Juli 2008 im zarten Alter von 20 Jahren, geht der Keeper in seine 14. Saison bei den Veilchen. Kein Zweitliga-Profi kann eine längere Vereinszugehörigkeit nachweisen. Wieder einer dieser Rekorde des 33-Jährigen.

FCE-Urgestein Martin Männel (33) erlebt mit Aleksey Shpilevski (33) bereits seinen zwölften Trainer in Aue.
FCE-Urgestein Martin Männel (33) erlebt mit Aleksey Shpilevski (33) bereits seinen zwölften Trainer in Aue.  © picture point/Sven Sonntag

Das sind Dinge, die heutzutage eher ganz selten sind. Meistens zwei, höchstens drei Jahre, dann ziehen die Profis weiter. Das ist bei Männel anders. Er ist beim FC Erzgebirge Aue und er bleibt es auch.

Heiko Weber (55) holte ihn vor 13 Jahren aus Cottbus. Er war sein erster Coach in Aue. Weiß Männel, wie viele es inzwischen waren? "Gezählt habe ich nicht. Zehn, elf, zwölf?", kann sich der Keeper gar nicht so genau daran erinnern. Aleksey Shpilevski (33) ist sein zwölfter Coach in Aue.

Und ein besonderer: "Der Altersunterschied zwischen ihm und mir ist der geringste, den ich bisher zu einem Trainer hatte", lacht Männel. "Er ist nur einen knappen Monat älter als ich. Aber das ist nicht entscheidend, wichtig ist, das jemand kompetent ist. Ich erkenne da einen, der eine klare Idee hat", so Männel.

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Und diese Idee trägt zwei Buchstaben, die in Aue nicht ganz so gern gesehen werden, bei idealer Umsetzung aber Erfolg versprechen können: "RB".

Shpilevski ist einer aus der Bullen-Schule, war laut Präsident Helge Leonhardt (62) schon auserwählt, den RB-Kosmos in New York zu übernehmen. In Aue hat es Shpilevski etwas ruhiger, kann die Idee mit Geduld umsetzen.

Aue-Keeper Männel über Coach Shpilevski: "Man erkennt die RB-Note, die wir so bisher noch nicht hatten"

Der Mann hat einen Plan: Inwiefern Aleksey Shpilevski (vorn) seine Spielidee in Aue umsetzen kann, wird die neue Saison zeigen.
Der Mann hat einen Plan: Inwiefern Aleksey Shpilevski (vorn) seine Spielidee in Aue umsetzen kann, wird die neue Saison zeigen.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir müssen etwas tun, um seine Philosophie auf den Platz zu bringen, das im besten Fall alle Mann in eine Richtung laufen", so Männel.

"Man erkennt die RB-Note, die wir so bisher noch nicht hatten. Sicher hatten wir mit Thomas Letsch (52) schon mal einen, der bisschen in die Richtung ging. Aber so noch nicht", sagt Männel, wohlwissend, dass die Ära Letsch vor vier Jahren gerade einmal 57 Tage dauerte.

Dass Aue den Fußball von RB Leipzig und auch von Salzburg nicht 1:1 umsetzen kann, das weiß Männel. "Wir haben einen anderen Maßstab, den man hier in Aue anlegen muss. Wenn man das aber ein bisschen adaptieren kann, wäre das schon gut. Vieles von dem lässt sich umsetzen", ist sich der Kapitän sicher.

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Und dafür werden die Veilchen in der Vorbereitung alles tun, um erneut eine erfolgreiche Saison zu spielen. Männel würde dann auch weiter an seinem Status basteln.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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